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Rauch im Technologiepark legt Arbeit lahm

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© Thomas Gaulke

Poing – Vermutlich war es ein technischer Defekt, der Montagmorgen im neuen Avnet-Logistikzentrum im Technologiepark Poing die Arbeit lahm gelegt hat. In zwei Stockwerken breitete sich starker Rauch aus, der Schaden könnte in Millionenhöhe gehen. Verletzt wurde niemand.

Drittes und viertes Geschoss stark verraucht, keine vermissten und verletzten Personen. Sprinkleranlage ist mittlerweile abgeschaltet: So lautete am Montag gegen 9.30 Uhr die erste Lagemeldung der Feuerwehrleute, die mit Atemschutzmasken ins Gebäude gegangen waren. Gegen 9 Uhr hatte die Brandmeldezentrale im neuen Avnet-Logistikzentrum im Technologiepark Poing Alarm ausgelöst, zeitgleich war die Sprinkleranlage angegangen. Als die ersten Fahrzeuge der Feuerwehr eintrafen, hatten die rund 50 Mitarbeiter, die sich im Gebäude befanden, dieses bereits verlassen.

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© Armin Rösl

Ziemlich schnell konnten die Einsatzkräfte die Ursache ausfindig machen: In einer Stromverteilungsanlage hatte sich ein Brand entwickelt, vermutlich aufgrund eines technischen Defekts, so die erste Einschätzung von Kreisbrandrat Gerhard Bullinger. „Die Stromverteilung ist ziemlich ausgebrannt.“ Seiner Schilderung zufolge breitete sich der Rauch über mehrere 1000 Quadratmeter in einem so genannten Fachbodenlager des Logistikzentrums aus, in dem seit etwa einem Jahr gearbeitet wird. Die offizielle Eröffnung sei noch nicht erfolgt, da der Um- und Einzug noch nicht komplett abgeschlossen sei, sagte eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung. Avnet ist eigenen Angaben zufolge einer der weltweit größten Großhändler für Elektronikbauteile wie Computerchips. In den Bau des neuen Logistikzentrums plus Verwaltungsgebäude hat das Unternehmen mehrere Millionen Euro investiert.

Wie hoch der Schaden nach dem Brand und der starken Rauchentwicklung sein wird, war gestern noch nicht abzuschätzen. Weil aber in den Lagerräumen unter anderem Computerchips untergebracht seien, die durch den Ruß beschädigt werden können, glaubt Kreisbrandrat an eine hohe Schadenssumme, eventuell in Millionenhöhe.

Im Einsatz waren rund 80 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Poing, Markt Schwaben, Pliening, Gelting und Parsdorf sowie von der Océ-Werksfeuerwehr.

Armin Rösl

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