Rauchmelder und Freundin retten Frau (88) das Leben

Vaterstetten - Unglaubliches Glück hatte eine 88-jährige Frau aus Vaterstetten: Am frühen Samstagmorgen war im Heizungskeller eines kleinen Einfamilienhauses ein Feuer ausgebrochen. Die 88-jährige Bewohnerin ist auf den Rollstuhl angewiesen und lag ahnungslos in ihrem Bett. Sie wurde gerettet.

Der Notruf ging um kurz nach 5 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr Vaterstetten ein. „Durch eine Verpuffung im Heizungskeller ist das Schauglas des Brenners herausgeflogen, dadurch kam es zu der Rauchentwicklung im Haus“, so Erwin Reimer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Vaterstetten.

Ihre Rettung verdankt die Seniorin, die in der in der Alten Post-Straße wohnt, zwei Umständen: Über ihrem Bett war ein Rauchmelder angebracht, der durch die Rauchschwaden Alarm auslöste. Außerdem hatte die Seniorin Besuch von einer Freundin, die bei ihr übernachtete und sie in Sicherheit brachte. Gemeinsam setzten die Frauen dann den Notruf ab.

Die Freiwillige Feuerwehr Vaterstetten rückte mit 16 Mann an und hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Der Rauch wurde abgesaugt und das Haus war am Vormittag wieder bewohnbar. Der Einsatz dauerte etwa eine Stunde.

Durch den Qualm erlitten die beiden Bewohnerinnen leichte Verletzungen, konnten aber vor Ort versorgt werden. Warum der Brenner der Ölheizung Feuer fing, ist ungeklärt, dürfte aber auf einen technischen Defekt zurückzuführen sein, teilte die Polizeiinspektion Poing in ihrem Pressebericht mit.

Kreisbrandrat Gerhard Bullinger appellierte in diesem Zusammenhang an die Politik, endlich die Rauchmelderpflicht in Privathäusern in Bayern gesetzlich durchzusetzen, wie das in anderen Bundesländern bereits der Fall sei. „Das ist wirklich längst überfällig, dass es das in Bayern gibt“, sagte er gegenüber der Ebersberger Zeitung. „Rauchmelder retten Leben, weil sie sich bereits im Anfangsstadium eines Brandes bemerkbar machen“, betonte er.

Von Tanja Beetz

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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