Hinaus ins Grüne: Carolina Phillips (vorne, 3.v.li.) und Michael Wollny (vorne, Mitte) haben für die in Poing untergebrachten Asylbewerber einen Freizeittag im Wildpark mit anschließendem Fußballturnier und Kochen organisiert. foto: rm

Raus aus der Tristesse: Asylbewerber im Wildpark Poing

Poing - Knapp 40 junge Asylbewerber, die derzeit in Poing untergebracht sind, haben einen Ausflug in den Wildpark unternommen. Möglich gemacht haben dies zwei Poinger.

Knapp 40 junge Asylbewerber, die derzeit in Poing untergebracht sind, haben am Freitag, 12. Juni, einen Ausflug in den Wildpark unternommen, danach ein kleines Fußballturnier im Sportzentrum ausgetragen und zum Abschluss im Bürgerhaus gemeinsam gekocht und gegessen. Möglich gemacht haben dies Carolina Phillips und Michael Wollny aus Poing. Sie ist im Helferkreis Asylbewerber engagiert und kümmert sich unter anderem um die Sprachkurse; er ist Online-Redakteur bei Eurosport. Diese Marke wiederum gehört seit Kurzem zum Medienunternehmen Discovery, das seit sechs Jahren den "Discover Your Impact Day" veranstaltet.

An einem Tag im Jahr (heuer eben am Freitag, 12. Juni) engagieren sich die rund 5500 Mitarbeiter weltweit bei sozialen Projekten, statt ins Büro zu gehen. "Die Idee: Die Mitarbeiter geben den Gemeinden, in denen sie leben, etwas zurück", erläutert Discovery-Sprecherin Daniela Allgayer-Koreimann.

Michael Wollny nahm Kontakt auf mit Carolina Phillips - und gemeinsam planten sie den Ausflug- und Freizeittag für die Asylbewerber. Fast alle der jungen Männer, die in den Wildpark gegangen sind, leben derzeit in der Notunterkunft Turnhalle der Seerosenschule. "Damit sie mal aus der Enge rauskommen" habe er den Besuch auf die Beine gestellt, erzählt Wollny. Mitgeholfen haben ihm seine Kollegen Michael Mühlich (ebenfalls aus Poing), Carlos Bunzel (aus München) sowie Daniela Allgayer-Koreimann, die in Markt Schwaben wohnt. Finanziert worden ist der Tag vom Medienunternehmen Discovery.

Die Asylbewerber waren sichtlich begeistert vom Wildpark. Kaum hatten sie die ersten Meter hinter sich, streichelten sie schon die Meerschweinchen am Eingang und fütterten die Rehe.

Armin Rösl

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