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Ein Tag auf der regennassen Autobahn

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Markt Schwaben - Bei der politischen Bewertung des Weiterbaus der A 94 waren sich die Gemeinden Forstinning und Pastetten nicht immer einig. Nun ging es nicht ums Politische, sondern um Gemeinsames.

Eine dieser Gemeinsamkeiten bestand darin, dem schlechten Wetter beim vom Forstinninger Verein initiierten „Tag der offenen Autobahn“ so gut wie möglich zu trotzen. Mutig hatten die Organisatoren nämlich am Morgen entschieden, den Aktionstag durchzuführen, obwohl alle Vorhersagen nichts Gutes andeuteten.

Zäh füllte sich dann auch am Mittag der Bereich der künftigen Autobahn südlich des Brückenbauwerks in Höhe der Staatsstraße 23 32 bei Pastetten. Dort waren mehrere Stände aufgebaut. Die Autobahndirektion informierte an großflächigen Wänden über die Planungen und den Werdegang. Der Denkmalschutz verwies auf die zahlreich gefundenen archäologischen Funde. Man beantwortete bereitwillig alle Fragen zum nächsten Teilstück der A 94, das zu gut 95 Prozent fertiggestellt ist. In der nächsten Woche sollen noch Fahrbahnreinigungen folgen. Für Anfang August sind die Arbeiten zum Auftrag eines Dünnschichtbelags eingeplant, hieß es am Rande. Nur einen Termin für die offizielle Eröffnung gibt es noch nicht, so der Dienststellenleiter der Autobahndirektion, Johann Schmid. Ende August/Anfang September werde es aber so weit sein, meinte er, vermutlich dann mit Anwesenheit eines Ministers.

Bahn frei! "Tag der offenen Autobahn" in Forstinning

Schmid sagte gegenüber der Heimatzeitung, dass Verkehrsgutachten speziell für das neue Teilstück Forstinning/Pastetten insbesondere für die Gemeinde Forstinning eine Entlastung ausweise. Der 6,2 km lange Abschnitt werde Berechnungen zu Folge zunächst bis zu 12 000 Fahrzeuge/Tag aufnehmen. Keine Entlastung dürften jedoch die Gemeinden Forstinning und Hohenlinden beim Schwerlastverkehr erwarten. Der werde wohl zunächst weiterhin unverändert über die B 12 laufen. Zunächst, das bedeutet in diesem Fall sechs bis acht Jahre. So lange werde es beim vorläufigen Autobahnende bei Fendsbach bleiben.

Die Begrüßung zum „Tag der offenen Autobahn“ nahm Pastettens Zweiter Bürgermeister Max Faltlhauser für die erkrankte Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger vor. Für Pastetten werde sich mit dem Weiterbau eine neue Situation ergeben, sagte er. Eine Situation, die man bewältigen werde. Arnold Schmidt, Erster Bürgermeister in Forstinning, vermied eine verkehrspolitische Bewertung. Er dankte vielmehr dem Verein „Mach mit“ für sein Engagement. Bei einem Gaudiquiz ließen die Machm-mit-Leute die Gemeinderäte Arnold Schmidt, Anna Adlberger, Christine Reichl-Gumz und Gerhard Heindl gegen die Pastettener Mandatsträger Günter Plieninger, Gerhard Nußrainer, Max Faltlhauser und Helene Hiebinger antreten. Die Pastettener nutzen ihren Heimvorteil.

Zwischendurch hatte der Forstinninger Schäferhundeverein Vorführungen mit Hunden zu bieten. Der Arbeitskreis Energiewende stellte Solarfahrzeuge vor. Die Ortsfeuerwehren übten einen Pkw-Brand. Hochradfahrer aus Albaching hatten, stilecht gekleidet in schwarzen Anzügen, ihren großen und vielbeachteten Auftritt. Und manche Forstinninger ihre Gaudi auf einer freien Autobahn. Regina und Thomas Heller etwa (13 und 23) kamen von Forstinning aus mit Rollerblades angerauscht, viele andere nutzten das Fahrrad - trotz des Regens.

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