„Das ist mir sehr viel wert“: Felicitas Thiele erhielt als Anerkennung für ihre Leistung die Pater-Rupert-Mayer-Medaille in Silber. Es gratulierten Wolfgang Obermair (Caritas-Vorstandsmitglied, l.) sowie (v.r.) Prälat Hans Lindeberger und Caritas-Regionalgeschäftsführer Axel Hannemann. Foto: sro

Respekt für "quirlige, kleine Person"

Grafing - „Ich bin überwältigt“, sagte Felicitas Thiele bei ihrem gestrigen Abschieds-Empfang im Grafinger Pfarrsaal, der trotz aller offiziellen Grußworte eine sehr persönliche Veranstaltung war.

Nach elf Jahren an der Spitze des Caritas-Zentrums für den Landkreis übergab Thiele die Geschäfte an ihren Nachfolger Ludwig Mittermeier. Bescheiden lobte Thiele in ihrer Rede den Einsatz ihrer Mitarbeiter. Diese überreichten einzeln jeweils eine Blume und stellten sich dafür in einer langen Schlange an. Zuvor hatten sie einige Begebenheiten des Alltags im Caritas-Zentrum auf der Bühne präsentiert, sehr zum Gelächter der Gäste.

Wolfgang Obermair, Vorstandsmitglied der Caritas, bezeichnete Thiele in seinem Grußwort als „loyal und kritisch“. Sie habe ihren eigenen Kopf. „Sie haben ein gutes Herz“, stellte Landtagsabgeordnete Christa Stewens fest. Landrat Gottlieb Fauth lobte die Aufbauarbeit, die Thiele geleistet habe und Ursula Bittner, Vizepräsidentin des Bezirkstages, sprach mit viel Respekt von einer „engagierten, quirligen kleinen Person“. Grafings Bürgermeister Rudolf Heiler betonte, Thiele sei nicht nur auf ihre Position im Dienst am Nächsten berufen worden, sie habe sich auch selbst berufen gefühlt. Pfarrer Axel Kajnath als Kuroratoriumsmitglied riet Thiele, sich nun etwas zu entspannen und „sich selbst der Nächste“ zu sein. Sein Geschenk: Ein Gutschein für die Therme in Erding. Und von den Mitarbeitern erhielt die scheidende Chefin einen Gutschein zum Cabrio-Fahren, um die Freiheit zu genießen.

Von Robert Langer

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