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Der Bartgeier (Gypaetus barbatus) ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtarten. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,90 Metern zählt er zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Mit 30 wildgeschlüpften Bartgeiern im gesamten Alpenraum ist das laufende Jahr 2017 das erfolgreichste Bartgeier-Jahr seit der Wiederansiedlung dieses einzigartigen Greifvogels in den 90er-Jahren.

Erfolgreiches Auswilderungsprogramm

Im Tal der Geier

Richard Straub, Vorsitzender der Vogelschützer im Landkreis Ebersberg, zog Bilanz: Die Geier kommen wieder.

Landkreis Gemütliche Rast im Rauriser Krumltal, dem Tal der Geier im Nationalpark Hohe Tauern: Auf der Terrasse vor der Bräualm im Rauristal lassen zwei Vogelschützer die Beobachtungen der vergangenen drei Tage Revue passieren. Norbert Schäffer, Chef des Landesbund für Vogelschutz in Bayern und LBV-Kreisvorstand Richard Straub ziehen Bilanz eines einzigartigen Auswilderungsprogramms.

Seit neun Jahres ist Richard Straub regelmäßig in dieser Region, um den Bestand von Steinadler, Gänsegeier und Bartgeier zu dokumentieren und zu fotografieren. In manchen Jahren sind 60 bis 80 Gänsegeier im Krumltal zu beobachten.

Das hat auch den obersten Bayerischen Vogelschützer interessiert und so hat er einige Tage gemeinsam mit Straub im Tal der Geier verbracht.

Von der Bräualm aus kann man mit Fernglas und mit bloßem Auge Geier und Steinadler beobachten, wie sie in Höhen um 3000 Meter ihre Kreise ziehen. Weiter oben kann man Steinböcke und Gämsen beobachten. Das besondere Augenmerk gilt dabei dem Bartgeier, der im gesamten Alpenraum ausgerottet war und zeitweise als Lämmergeier gehasst und sogar als „Kinderräuber“ gefürchtet war.

Österreich, Italien, Frankreich und die Schweiz haben vereint mit der Auswilderung von Zoonachzuchten innerhalb von 30 Jahren wieder dafür gesorgt, dass die Vögel ihren ursprünglichen Lebensraum erneut besiedeln können und mit ihrer Flügel-Spannweite von 290 Zentimetern jeden Beobachter beeindrucken. Übrigens ist bei der Aktion ein schöner Erfolg gelungen: „Andreas Hofer“ und seine Geierdame „Collin“ haben das Tal zu ihrem Revier auserkoren und bisher schon vier Junggeier aufgezogen. 

oha

Weitere Informationen

finden Sie unter: http://www.raurisertal.at

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