Wie geht es weiter mit der Sägmühle? Im Rathaus spricht man von einer „harten Nuss“. Foto: dz

Sägmühle, was nun?

Markt Schwaben - Wie geht es weiter mit der Sägmühle? Interessen des Investors und der Gemeinde sind noch nicht deckungsgleich, heißt es aus dem Rathaus. Juristen werden gerade in Stellung gebracht.

Im November stand es unter Punkt 5 auf der Tagesordnung des Haupt- und Bauausschusses: „Terminierung Besprechung Sägmühle“. Ein Thema, das mit der Zwangsversteigerung am Münchner Amtsgericht Mitte des Jahres für die Gemeindeverwaltung und den Marktgemeinderat längst nicht zu den Akten gelegt werden konnte. Im Gegenteil: Es hat, wie Bürgermeister Georg Hohmann auf Anfrage bestätigt, Gespräche in allen Fraktionen und auch untereinander gegeben. Grundlagen dafür bot ein 16-seitiges Papier, das der Münchner Investor Peter Meyer der Marktgemeinde vor einigen Wochen schon hatte zukommen lassen. Überschrift: „Sägmühle - was nun?“ In den Fraktionen wurde das Konzept durchgelesen und analysiert. Und alle kamen offenbar zu der gleichen Einschätzung: Die Vorstellungen des Investors und die der Marktgemeinde liegen noch weit auseinander. Wo liegen die Knackpunkte? Hohmann: „Da gibt es sehr viele.“

Ins Detail mag der Bürgermeister derzeit nur ungern gehen. Man spürt, dass er sich noch betont zurückhalten möchte mit öffentlichen Äußerungen zur Sägmühle. Der offenkundige Konflikt hat nämlich längst auch eine juristische Dimension erreicht. Und da will man keine Fehler machen. Prophetische Gaben muss man aber nicht haben, um festzuhalten, dass Meyer offenbar ein Ausmaß und eine Art von Nutzung anstrebt, die im Rat als zu groß und für sensible Außenbereiche als ungeeignet angesehen werden.

Wie aber geht es weiter? Hohmann: „Der Gemeinderat wird überlegen, welche Art Bebauungsplan hier gemacht werden muss. Wie wir vorgehen wollen, das ist zu klären mit Hilfe von Rechtsanwälten und dem Planungsverband“. Man werde nun genau aufpassen und vermeiden müssen, in dieser Angelegenheit mit großer Naivität unterwegs zu sein, so der Verwaltungschef gegenüber der Heimatzeitung.

Ende Januar hofft Hohmann etwas Belastbares in den Händen zu halten. Etwas, mit dem man in die weitere Auseinandersetzung mit der Investorseite und deren Juristen wird gehen wollen. Ziel aller Bemühungen von Rat und Verwaltung sei dabei, am Ende die Interessen beider Seiten zusammenzubringen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grippewelle erreicht den Landkreis Ebersberg
Die Fälle an Influenza, also der echten Grippe, im Landkreis nehmen zu. Das teilte der Leiter des Gesundheitsamtes Ebersberg, Hermann Büchner, mit.
Grippewelle erreicht den Landkreis Ebersberg
Wie im Krimi: Mann fährt Rollerfahrer tot - bis heute fehlt vom ihm jede Spur
Im August wurde ein 35-jähriger Rollerfahrer in Anzing totgefahren. Der beteiligte Autofahrer flüchtete. Bis jetzt wurde er nicht gefunden. 
Wie im Krimi: Mann fährt Rollerfahrer tot - bis heute fehlt vom ihm jede Spur
Lkw-Fahrer verliert die Kontrolle und kollidiert mit Auto: Frau stirbt vor den Augen ihrer Tochter
Tödlicher Unfall bei Bruck: Eine Frau (60) starb nach einer Kollision mit einem Lkw. Mit im Auto saß ihre Tochter (28). Sie wurde schwer verletzt. Die Straße ist …
Lkw-Fahrer verliert die Kontrolle und kollidiert mit Auto: Frau stirbt vor den Augen ihrer Tochter
Einbrecher geschnappt: Polizei dankt aufmerksamem Nachbarn
Wolfgang Scharl aus Pliening hat Einbrecher beobachtet und geholfen, sie festzunehmen. Jetzt hat sich die Polizei bei ihm bedankt. Uns erzählte der 41-Jährige nun, was …
Einbrecher geschnappt: Polizei dankt aufmerksamem Nachbarn

Kommentare