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Die Streuobstwiese oberhalb des Pfarrhofwegs in Poing-Süd ist abgesperrt.

In Poing-Süd

Streuobstwiese nicht betreten!

Goldafter-Raupen haben 35 Bäume auf einer öffentlichen Streuobstwiese in Poing befallen. Berührungen können bei Menschen zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen.

Poing – Die Streuobstwiese oberhalb des Moarweihers in Poing-Süd darf derzeit nicht betreten werden. Mitarbeiter des Bauhofs haben die Fläche mit einem rot-weißen Band abgesperrt. Wie Jürgen Rappold vom Ordnungs- und Sicherheitsamt mitteilt, sind 35 Bäume mit Goldafter-Raupen befallen. Er spricht von einem „Kahlfraß“, durch den die Bäume in ihrer Entwicklung geschädigt seien. Ein mehrmaliger Befall könne zum Absterben von Bäumen führen.

Goldafter-Raupe.

Die Goldafter-Raupen gelten als Schädlinge, die Blätter abfressen. Beim Menschen können allergische Reaktionen hervorgerufen werden, sowohl durch die Berührung mit befallenen Bäumen, Blättern und Zweigen, als auch mit den Raupen selbst. „Der Kontakt mit befallenen Teilen ist höchst unangenehm für Haut und Atemwege“, schreibt die Gemeindeverwaltung in einem Warnhinweis.

In einem Infoblatt der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft heißt es: „Die Raupen des Goldafters besitzen Brennhaare, die bei Kontakt meist zu allergischen Reaktionen führen. Die Haare der Goldafter-Raupe sind an der Spitze in eine Krone aufgespalten. Am unteren Teil ist eine spaltförmige Öffnung. Das beim Abbrechen der Brennhaare frei werdende Gift besteht überwiegend aus Proteinen (z. B. Histamin), die Hautreizungen und allergische Reaktionen auslösen.“

Mitarbeiter des Bauhofs versuchen derzeit, durch Absaugen der Raupen den Schaden einzudämmen, teilt die Verwaltung mit. Sie bittet die Bevölkerung darum, „zur eigenen Sicherheit die Streuobstwiese zu meiden und die befallenen Bäume sowie herumliegende Äste nicht anzufassen“. Die öffentlich zugängliche Streuobstwiese liegt am Feldweg in Verlängerung des Pfarrhofweges in Poing-Süd. Ein beliebter Weg für Spaziergänger und Jogger. An der Streuobstwiese, auf der Apfelbäume gepflanzt sind, befindet sich außerdem ein Bienenlehrpfad, den der örtliche Imkerverein eingerichtet hat.

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