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"Schlecker" geschlossen: Poing-Süd hat keinen Drogeriemarkt mehr

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Ausräumarbeiten: Die Schlecker-Filiale an der Neufarner Straße in Poing-Süd am Dienstagmittag. Die Drogeriemarkt-Kette hat ihre Filiale hier geschlossen. foto: dul

Poing - Das Geschäftesterben in Poing-Süd geht weiter. Jetzt hat der Drogeriemarkt Schlecker an der Neufarner Straße zugesperrt. Grund: Das veränderte Kaufverhalten der Poinger Bürger.

Mit der Schließung der Schlecker-Filiale, die 1998 eröffnet worden war, hat Poing-Süd keinen Drogeriemarkt mehr. Am Dienstag waren Laden und Parkplätze abgesperrt und Arbeiter damit beschäftigt, die Filiale auszuräumen. Auf einem Zettel an der Fensterscheibe wird darauf hingewiesen, dass die Kunden doch bitte in die nächstgelegene Filiale nach Anzing fahren sollen. Dort könnten sie auch die bestellten Fotoaufträge abholen. Auf der Schlecker-Internetseite existiert der Standort Poing nicht mehr.

Zum Grund für die Schließung sagt Schlecker-Sprecher Frederic Bollhorst, dass sich das Unternehmen bei jeder Filiale die Zahlen ansehe und überlege, ob ein Standort noch Sinn macht. „Manchmal ändert sich das Kaufverhalten im Ort, daran müssen wir uns anpassen“, so Bollhorst. Momentan sehe sich Schlecker nach einem neuen Standort in Poing und Umgebung um. Die drei Mitarbeiter würden weiterhin im Unternehmen beschäftigt bleiben.

In den vergangenen Jahren sind einige Geschäfte und Arztpraxen nach Poing-Nord abgewandert. Wie zum Beispiel das Blumenstudio Birgit, dass nun im City Center II zu Hause ist, oder die Gemeinschaftspraxis von Dr. Bernhard Lutz und Dr. Dietrich Wöckel. Der Edeka-Markt, der an der Ecke Hauptstraße/Birkenallee in Poing-Süd zu finden war, hat bereits vor einigen Jahren nach einem Brand komplett geschlossen.

Es gibt allerdings noch einige Geschäftsleute, die den Glauben an Poing-Süd nicht verloren haben. Wie zum Beispiel Heike Fechter, Inhaberin der beiden Modegeschäfte Babalu (an der Hauptstraße) und Vivas Mode (Neufarner Straße). „Ich bleibe hier“, betont sie. Obwohl sie nicht glücklich darüber ist, dass ihr Nachbar in der Neufarner Straße, die Schlecker-Filiale, nun geschlossen ist: „Ein geöffneter Laden ist immer belebender für die Umgebung als einer, der zu ist.“ Wie lange das so bleibt, und was aus den Räumen wird, steht in den Sternen.

Armin Rösl

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