Angst vor Krankheit

Schon drei Tiere getötet: Pferdeherpes ausgebrochen

Markt Schwaben – Auf einem Pferdehof in Ottenhofen ist an der Grenze zum Landkreis Ebersberg Pferdeherpes ausgebrochen. Drei Tiere mussten bereits in Folge der Krankheit eingeschläfert werden, das letzte davon am Mittwoch.

Mit einem generellen Ausreitverbot versucht man nun, das Problem in den Griff zu bekommen.  Obwohl die Krankheit per Tröpfcheninfektion sowohl von Pferden wie auch Menschen auf andere Rösser übertragen werden kann, scheinen die Fälle in unmittelbarer Nähe zu Markt Schwaben den Kreis Ebersberg nicht zu gefährden.

„Die Tiere stehen unter vorsorglicher Stallquarantäne“, sagt der Leiter des betroffenen Hofes. Das Fieber sei mittlerweile bei den letzten Pferden „fast ausgeheilt“. Für benachbarten Ställe bestehe keine Gefahr. Das bestätigt auch die behandelnde Pferdeklinik Parsdorf. Dort heißt es: „Die Besitzer sind so vernünftig, dass keiner am Hof raus- und wieder reingeht. Die Hygienemaßnahmen sind so streng, dass nur eine Herde betroffen ist und sich der Virus auf dem Hof nicht weiter verbreiten konnte.“ Betroffen ist demnach eine Gruppe von 40 Tieren, wovon aber nur etwa die Hälfte krank ist.

Dennoch warnt die Klinik: „Die Krankheit verläuft oft in Wellen. Wenn das Fieber abgeklungen ist, ist die Gefahr also nicht gebannt.“ Deshalb wird in Ottenhofen auch dann noch ein dreiwöchiges Ausreitverbot gelten, wenn das letzte Tier gesund zu sein scheint.

Angst vor tödlichem Pferdevirus

Bericht: Angst vor tödlichem Pferdevirus

Der betroffene Pferdehof hat von sich aus den Bayerischen Reit- und Fahrverband (BRFV) sowie weitere wichtige Stellen informiert und freiwillig eine Quarantäne eingerichtet. Auf Facebook wird innerhalb der Reit-Szene dennoch vor Pferdeherpes in Ottenhofen gewarnt. „Es ist aber keine Seuche“, versucht der Besitzer des Reiterhofes zu beruhigen.

Das Veterinäramt in Ebersberg weiß unterdessen nichts von Fällen innerhalb und nahe des Landkreises. „Pferdeherpes ist keine meldepflichtige Krankheit. Darum sitzen wir da nicht mit im Boot“, erklärt Landratsamts-Sprecherin Evelyn Schwaiger.

Von Johannes Markmann

Rubriklistenbild: © dpa

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