Aktuell leben im Landkreis Ebersberg rund 410 Familien mit Kindern unter 18 Jahren, die aus verschiedenen Gründen auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen sind. Foto: dpa

Arbeitgeber sollen Eltern unterstützen

Landkreis Ebersberg - Der Beginn des neuen Schuljahrs ist für die Abc-Schützen eine aufregende Zeit: Für sie beginnt am 13. September ein neuer, wichtiger Lebensabschnitt.

Ihrem ersten Schultag schauen im Landkreis Ebersberg auch rund 40 Kinder entge-gen, deren Familien derzeit Leistungen aus der Grundsicherung („Hartz IV“) beziehen.

„Eine gute Schulbildung legt den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Gerade in den ersten Schuljahren brauchen Kinder Vorbilder, die ihnen vermitteln, dass Lernen und Arbeiten zum Leben gehören“, betont Karin Weber, Chefin der Agentur für Arbeit in Ebersberg. Sie richtet sich deshalb zum Schulbeginn mit einem Appell gezielt an die Arbeitgeber der Region: „Ermöglichen Sie auch den Eltern der Kinder einen Neustart und bieten Sie ihnen berufliche Perspektiven an. Nutzen Sie die Chance, motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Ihren Betrieb zu gewinnen. Sie werden sehen, es lohnt sich.“

Aktuell leben im Landkreis Ebersberg rund 410 Familien mit Kindern unter 18 Jahren, die aus verschiedenen Gründen auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen sind. Darunter rund 250 alleinerziehende Mütter und Väter.

Das Jobcenter Ebersberg bietet deshalb eine besondere Beratung an: Christian Winter ist Beauftragter für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und unterstützt Mütter und Väter, die nach Erziehungszeiten wieder in den Beruf einsteigen wollen. Regelmäßig organisiert er in Zusammenarbeit mit der Familienbeauftragten des Landkreises Ebersberg Veranstaltungen speziell für Wiedereinsteiger/innen. Die nächste findet am Montag, 28. November von 9 bis 15 Uhr im Hermann-Beham-Saal des Landratsamtes Ebersberg statt. Auf dem Programm stehen an diesem Tag Impulsvorträge, Workshops und Beratungsangebote.

„Wir arbeiten fokussiert daran, für jede Mutter und für jeden Vater die passende Arbeitsstelle zu finden“, so Hermann Schmidbartl, Leiter des Jobcenters Ebersberg. Dabei sei man auf die Unterstützung der regionalen Betriebe angewiesen: „Wir zählen auf die Bereitschaft der Arbeitgeber, bei Personalentscheidungen Menschen in den Blick zu nehmen, die Erziehungsleistungen erbringen, und auf die Bereitschaft, für diesen Personenkreis geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Damit der Spagat zwischen Familie und Beruf dauerhaft gemeistert werden kann, sind unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle nötig: Arbeitsstellen mit variablen Arbeitszeiten, Teilzeitstellen oder Telearbeit anzubieten, sei besonders hilfreich.

Der Arbeitgeber-Service ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 zu erreichen. ez

Weitere Informationen

gibt es im Vorfeld auch im Internet unter www.vereinbarkeit-in-ebersberg.de.

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