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Ewald Schurer, Spitzenkandidat der SPD. 

Kommentar zum SPD-Bundestagskandidat 

Schurers Gschmäckle-Wahlkampf

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Wahlkampf ist gut und schön. Die Frage ist nur: wie? Bei dem SPD-Spitzenkandidaten für Erding-Ebersberg Ewald Schurer macht eine Mail stutzig. Unser Autor kommentiert. 

Eine auf den ersten Blick unscheinbare Mail hat unsere Redaktion erreicht. Der Ebersberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer lädt zu einem Sommergespräch unter dem Motto „Literatur pur“ ein. Auf den zweiten Blick hat es die Mail jedoch in sich. Vorne weg: Es ist Wahlkampf. Schurer will erneut in den Bundestag, sein Gesicht hängt im Landkreis, er wirbt für Kreuzchen am 24. September. Und genau das sorgt für ein gewisses Gschmäckle. Denn erstens: Vermutlich dürfte die Literaturnummer auch eine gewisse (Wahl)werbung Schurers werden. Das ist grundsätzlich in Ordnung, wäre es als Partei- oder private Veranstaltung des Kandidaten angekündigt. Doch der Absender der Mail ist der des Ebersberger Wahlkreisbüros Schurers. Und das wird von Steuergeld finanziert. Wahlwerbung mit diesem Mittel ist verboten. 

Das verschweigt Schurer in seiner Mail

Wahlkampfveranstaltungen bezahlen in der Regel die Partei oder der Kandidat (privat). Zweitens: Auch inhaltlich ist der Literaturnachmittag Schurers, sagen wir: interessant. Ira Ebner liest aus ihrem neuen! Roman „Das deutsche Spiel“. In der Einladung folgt der Hinweis: „Passend zu aktuellen politischen Auseinandersetzungen vor den Bundestagswahlen am 24.09.2017“ (Anm. d. Redaktion: Es gibt nur eine Bundestagswahl). Interessant außerdem: Ira Ebner, die Autorin des Buches, ist die Ehefrau des SPD-Mannes, Ewald Schurer. Das verschweigt er in der Mail. Der Ebersberger wird argumentieren, dass sein Sommergespräch keineswegs Wahlkampf sei – und rein formal und auf dem Papier stimmt das. Dennoch bleibt ein Gschmäckle, wenn vier Wochen vor der Wahl seine eigene Ehefrau zum Thema „Wahlkampf – Intrigen – Medien“ referiert – und das auf einer von seinem Bundestagsbüro organisierten Veranstaltung.

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