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An dieser Stelle in Poing hat Sebastian Halbritter den leblosen Radfahrer reanimiert. 

Schutzengel am Freitag, den 13.

Ersthelfer retten Radfahrer (50) in Poing das Leben

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Für einen 50-Jährigen aus Markt Schwaben war der vergangene Freitag, der 13., wirklich ein rabenschwarzer Tag. Er stürzte leblos vom Fahrrad. Aber er hatte großes Glück: Zwei Männer waren sofort zur Stelle und retteten ihm das Leben.

Poing– Als Sebastian Halbritter am vergangenen Freitag gegen 7.30 Uhr in den Kreisverkehr am Ortseingang von Poing (Kreis Ebersberg) fährt, sieht er auf dem Radweg einen Mann liegen und einen anderen danebenstehen. „Ich bin einmal den Kreisel komplett herum zu der Stelle gefahren“, erzählt der 32-jährige Poinger. Auf dem Boden lag ein Radfahrer, der stark aus dem Mund blutete. Er war in stabiler Seitenlage, dafür hatte Michael Kummeth gesorgt. 

Der Radfahrer lag leblos am Boden

Der 43-Jährige, Schwiegersohn des „Dahoam is Dahoam“-Schauspielers Horst Kummeth, war kurz zuvor mit dem Auto an der Stelle vorbeigekommen und hatte den am Boden liegenden Radfahrer entdeckt. „Ich bin hin und habe sofort einen Notruf abgesetzt“, erzählt der Poinger. Während er telefonierte, hat er zusammen mit zwei weiteren Passanten den Mann in die Seitenlage gebracht. „Damit er nicht am Blut erstickt.“

Der 50-jährige Markt Schwabener hatte einen Herzinfarkt erlitten und war vom Rad gefallen. Als Sebastian Halbritter hinzukam, drehte er den Mann auf den Rücken. „Er hat noch einen tiefen Atemzug gemacht – und dann aufgehört“, erzählt der 32-Jährige. Halbritter begann sofort mit der Herz-Druck-Massage, später übernahmen die hinzugekommenen Rettungssanitäter und der Notarzt. Fünf Mal wurde der Defibrillator angesetzt. Etwa eine halbe Stunde lang haben die Reanimationsmaßnahmen gedauert. Aber sie waren erfolgreich. „Der Kreislauf wurde wieder stabil“, erzählt Halbritter. Der Mann wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Münchner Krankenhaus geflogen, seit Dienstag ist er wieder bei Bewusstsein. Die Polizei teilte am Freitag mit, dass keine Lebensgefahr mehr bestehe.

„Ich freue mich wahnsinnig für den Mann“, sagt Sebastian Halbritter. Hauptberuflich arbeitet er bei der Gemeinde Poing als Gerätewart, seit seinem 14. Lebensjahr ist er aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr. Am Freitag vor einer Woche war er privat mit dem Auto unterwegs zu einem Tagesseminar in die Feuerwehrschule nach München, als er aus dem Augenwinkel den am Boden liegenden Mann sah. „Nicht nur, weil ich Feuerwehrmann bin, ist es für mich selbstverständlich, in so einer Situation anzuhalten und zu schauen, ob ich helfen kann“, sagt er. Als Held dastehen wollte er überhaupt nicht. „Mir ist wichtig, dass so ein Fall, der gut ausgeht, anderen Mut macht, bei ähnlichen Situationen anzuhalten und zu helfen.“

Gleiches sagt Rehatechniker Michael Kummeth, der an jenem Freitag, dem 13., auf dem Weg zur Arbeit war. Für ihn steht seit diesem Vormittag fest: „Ich mache jetzt wieder einen Erste-Hilfe-Kurs.“ Der letzte ist gut 25 Jahre her. „Man kann so schnell in eine derartige Situation kommen, da ist es gut zu wissen, wie man helfen kann.“

Als seineFrau Elke einen schlimmen Radunfall hatte, kam sie aus dem Nichts und half. Jetzt sucht Gerhard Andreas nach der Unbekannten.

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