Landrat Robert Niedergesäß, Forstbetriebsleiter Heinz Utschig und Rainer Droste, Bereichsleiter „Immobilien und Weitere Geschäfte“ der Bayerischen Staatsforsten (v.l.) nach der Vertragsunterzeichnung im Landratsamt.
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Landrat Robert Niedergesäß, Forstbetriebsleiter Heinz Utschig und Rainer Droste, Bereichsleiter „Immobilien und Weitere Geschäfte“ der Bayerischen Staatsforsten (v.l.) nach der Vertragsunterzeichnung im Landratsamt.

Landkreis und Bayerische Staatsforsten schließen Pakt

Windräder im Forst: Vertrag ist unterschrieben

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Jetzt herrscht Rechtssicherheit: Landkreis und Bayerische Staatsforsten haben den Vertrag unterschrieben, der den Bau von fünf Windräder im Ebersberger Forst ermöglicht.

Landkreis - Nachdem die Bürger am 16. Mai im Rahmen des Bürgerentscheids der Planung von maximal fünf Windrädern im Ebersberger Forst zugestimmt hatten, konnte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) den bereits im Vorfeld ausverhandelten Vertrag mit dem Freistaat Bayern, vertreten durch die Bayerischen Staatsforsten nun unterschreiben.

Der Freistaat Bayern verpflichtet sich darin, maximal fünf Windräder im Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst zuzulassen. „Nachdem uns die Bürger mehrheitlich das Mandat erteilt haben, konnte der Vertrag nun seitens des Landkreises unterschrieben werden. Die Begrenzung auf maximal fünf Windräder war eine zentrale und wichtige Zusage auch an die Kritiker der geplanten Anlagen, dass es dort nicht mehr Windräder werden dürfen. Dazu steht der Kreistag in einer sehr breiten Koalition per Beschluss, das ist so im Bürgerentscheid festgelegt und nun schließlich auch vertraglich mit dem Grundstückseigentümer fixiert. Wir stehen zu unserem Wort“, erklärt Landrat Niedergesäß. Er dankte den Bayerischen Staatsforsten für die gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft, die Begrenzung auf fünf Windräder vertraglich zuzusichern. Seitens der Staatsforsten unterzeichneten den Vertrag der Leiter des Bereichs „Immobilien und Weitere Geschäfte“, Rainer Droste und Forstbetriebsleiter Heinz Utschig.

Kreisräte befassen sich nach den Ferien mit den weiteren Schritten

Die Gremien des Kreistages werden sich beginnend nach den Pfingstferien mit den weiteren Schritten befassen und die notwendigen Untersuchungen auf den Weg bringen.

Landrat: Weiterer Weg soll „behutsam“ beschritten werden

„Auch im respektvollen Umgang gegenüber der großen Anzahl an Standortkritikern wollen wir den weiteren Weg sehr behutsam beschreiten, denn der Ebersberger Forst ist uns allen sehr wichtig, Klimaschützern und Naturschützern“, so der Landrat. Ähnlich äußert sich auch Utschig: „Der unterzeichnete Vertrag ist Ausdruck des Landkreises und der Staatsforsten, dass die Zahl der Windräder im Forst klar begrenzt sein sollen. Das ist der Kompromiss zwischen Naturschutz und Klimaschutz.“ Droste sieht im Ausgang des Bürgerentscheids eine bayernweit relevante Richtungsentscheidung pro Windräder.

Bei dem Bürgerentscheid am 16. Mai hatte sich eine knappe Mehrheit von 52,7 Prozent der wahlberechtigten Landkreisbürger für den Bau von fünf Windkraftanlagen im Forst ausgesprochen. Das Vorhaben war im Vorfeld der Wahl wochenlang heftig und stark emotional diskutiert worden.  

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