Schwarz-Grün drückt aufs Tempo

Grafing - Grüne und CSU drücken beim Thema VHS und Musikschule in Grafing aufs Tempo, nicht gemeinsam, aber nebeneinander. Und beide hoffen auf Geld aus dem Konjunkturprogramm des Bundes.

Neben den Grünen fordert nun auch die CSU: „VHS und Musikschule unter einem Dach“. Über die am Samstag veröffentlichten Vorschläge der Christsozialen soll der Stadtrat bereits in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 2. Februar, beraten und einen Beschluss fassen.

Konkret soll die Stadtverwaltung ein Realisierungskonzept erarbeiten. Einbezogen werden sollen Erkenntnisse unter anderem der Leiter von Volkshochschule und Musikschule sowie eines „Runden Tisches“ des Beteiligen und von Fachleuten. Die CSU fordert eine Standortanalyse und ein Finanzierungskonzept. Schon für den Haushalt 2009 müssten Planungskosten bereitgestellt werden.

Längerfristig vorgesehen werden sollen Mittel für einen „möglicherweise erforderlichen Grundstücksankauf und die Errichtung eines Gebäudes“.

Bis zum Beginn des Schuljahres 2009/2010 will die CSU eine „tragfähige Übergangslösung“. Diese könne auch durch die Anmietung geeigneter Räume gefunden werden. Räume seien in Grafing verfügbar und würden „sogar eine Lösung auf Dauer“ ermöglichen. Im CSU-Antrag wird auf das Lentner-Gebäude im Nordwesten der Stadt verwiesen

Spätestens jedoch im Jahr 2011 soll eine Übergangslösung durch eine zukunftsfähige Lösung ersetzt werden. „Schulräume, Administration, Lagerräume und ein geeigneter Raum für Aufführungen und kleinere Konzerte sind unter einem Dach vorzusehen.“ Aber: „Überzogene, nicht finanzierbare Forderungen“ sollten unterbleiben, so Thomas Huber, stellvertretender CSU-Fraktionschef im Grafinger Stadtrat. Und: „Ich lege größten Wert darauf, dass nicht der Eindruck entsteht, die CSU Grafing ziehe nun nach oder mache es gar den Grünen nach.“ Er habe lediglich den abgestimmten Beschluss des Ortsvorstandes abgewartet.

Die Grünen hatten bereits vergangene Woche ihre Vorstellungen vorgestellt (wir berichteten). Zum Wochenende legten sie nun nach: Sie fordern die Stadt auf, Geld aus dem Konjukturprogramm des Bundes zu beantragen. „Die Entscheidung eilt, denn wahrscheinlich werden die Kommunen die Nase vorn haben, die schnellstmöglich ihre Projekte anmelden“, so der Grünen-Vorstand. Und: Die Antragsfristen endeten bereits Anfang Februar.

Auch die CSU will prüfen lassen, ob Bundesgelder zur Verfügung stehen. Dabei könne laut Huber der Grafinger Bürgermeister über den Bayerischen Gemeindetag Einfluss auf die Vergabekriterien nehmen.

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