Wie in alten Zeiten: EHC-Spieler Joe Wieser (re.), der am Freitagabend für den verletzten Gert Acker reaktiviert wurde, zeigte vollen Einsatz. Foto: Stefan Rossmann

Selber Wölfe entführen Punkte aus Grafing

Grafing - Unbändiger kämpferischer Einsatz alleine reichte nicht. Der EHC Klostersee unterlag am Freitagabend den Selber Wölfen mit 2:3.

Spielerisch war nicht mehr drin, nachdem die Grafinger zusätzlich zu den bekannten Ausfällen schon nach wenigen Minuten auch noch den Kontingentstürmer Ryan Guentzel (Schulterverletzung) verloren. Damit bleibt es im Duell mit den Oberfranken bei den „Auswärts-Gewinnern“.

Mit ein paar Minuten Verspätung ging es los, was nicht am guten Besuch - die Gäste aus Oberfranken wurden von etwa hundert Schlachtenbummlern begleitet - lag. Die Eisfläche in den Ecken war zu nass. Für die Fangruppen beiderseits war dies kein Problem, die sangen sich schon mal warm. In den ersten Spielminuten kochte die Stimmung schon fast über. Noch nicht einmal fünf Minuten waren vorüber, als insgesamt bereits drei Tore zu bejubeln waren - mit hundertprozentigen Parallelen zum ersten Aufeinandertreffen in Grafing. Die Rot-Weißen gingen schnell in Führung. Matthias Bergmann hämmerte nach 111 Sekunden im Powerplay drauf - 1:0.

Der Ausgleich ließ nur 32 Sekunden auf sich warten, als die Grafinger Abwehr überhaupt nicht im Bilde war. Auch beim 1:2 stand die Hintermannschaft der EHCler mehr Spalier, beziehungsweise war viel zu weit weg von den Gegenspielern. Weit schlimmer als der Gegentreffer traf die Klosterseer aber, was kurz davor passiert war. Ryan Guentzel hielt sich nach einem Zweikampf an der Bande die Schulter. Der US-Boy musste sofort runter und wurde zur Untersuchung in die Ebersberger Kreisklinik gebracht. Ein weiterer Nackenschlag für die EHCler. Schon die Situation mit Gert Acker, der inzwischen ein drittes Mal operiert wurde und hofft, am heutigen Heiligabend aus der Intensiv auf Station verlegt zu werden, hat offensichtlich Spuren hinterlassen. Den Guentzel-Part im Paradeangriff bekam fortan Verteidiger Dennis Schütt übertragen.

Beim 1:3 - Torschütze Jared Mudryk - das gleiche Bild: Kein richtig beherztes Dagegenstemmen machte es den Wölfen eher leicht. Gefightet wurde freilich um jeden Zentimeter und auch der Einsatz passte. 15 Sekunden vor der Pause erzwang Andreas Paderhuber den direkten Anschluss. Es hätte durchaus schon 3:3 stehen können. Paderhuber und Johannes Wieser, der nach zweieinhalb Jahren ein gelungenes Comeback feierte, visierten das Torgestänge an.

Im zweiten Durchgang standen die EHCler in der eigenen Zone wesentlich stabiler. Das torlose Drittel schmeichelte den Selbern, denn die Rot-Weißen waren auch in der Offensive gefährlicher. Mit noch mehr Risiko gingen die Grafinger in die verbleibende Spielzeit. Auf was die Wölfe lauerten, war in der 47. Minute zu sehen. Der Daueraufenthalt in der Defensivzone wurde für einen blitzschnellen Konter kurz unterbrochen. Martin Morczinietz parierte gegen Dennis Schiener. Da hatten die Gäste bereits auf zwei Blöcke umgestellt, womit die Klosterseer mit überwiegend Talent gegen geballte Routine beim Gegner anrannten - am Ende vergeblich. ele

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