1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg

Selektive Slalompiste

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Alicia Thal vom WSV Glonn glänzte beim zweiten Rennen um den Landkreispokal in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Slalom. Hier beim Training in Niederau. Foto: privat
Alicia Thal vom WSV Glonn glänzte beim zweiten Rennen um den Landkreispokal in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Slalom. Hier beim Training in Niederau. Foto: privat

Landkreis - Die Mischung aus lockerem Neuschnee auf eisiger Unterlage schufen am Nordhang in Niederau ein schwierige Piste für das zweite Rennen um den Kreissparkassencup 2011. Eine große Herausforderung für die 84 Teilnehmer aller Altersklassen.

Die Fünf- bis Elfjährigen kämpften in einem etwas verkürzten Kurzkipperlauf um die schnellsten Zeiten. Sie genossen noch den Vorteil, dass der bessere aus zwei Durchgängen gewertet wurde. Allerdings wurde es schwieriger, sich im zweiten Lauf zu verbessern. Die Piste wies zunehmend mehr Schläge auf und das Eis kam an einigen Stellen bereits durch.

Eine der wenigen Mädchen, die trotz der schwierigen Bedingungen sogar zwei Sekunden schneller ins Ziel kam, war Carolin Ganahl, die so hinter Manuela Brajikovic vom SC Poing auf Platz zwei bei den Schülerinnen 10 fuhr. Die schnellste Zeit aller Buben bis Jahrgang 2000 erreichte Alexander Klitzen, der mit 39:33 Sekunden aus dem ersten Lauf vor seinen Glonner Vereinskollegen Linus Göhl und Florian Staudenhechtl auf Platz eins fuhr.

Silvester Neidhardt vom WSV Glonn hatte mit seinen Helfern einen flotten Lauf mit 48 Toren in den eisigen Nordhang am Tennladen-Lift gesteckt. Geländeübergänge und die beachtliche Länge stellten hohen Anspruch an Fahrkönnen und Kondition. In den flachen Schlussteil galt es, maximale Geschwindigkeit mitzunehmen, um nicht kurz vor dem Ziel entscheidende Zehntelsekunden zu verlieren. Beide Durchgänge wurden für alle Fahrer der Altersklassen ab Schüler 12 zusammen gewertet. Die Kraft wollte gut eingeteilt sein. Dennoch kann einen Slalom nur gewinnen, wer attackiert.

Das demonstrierte sogleich Alicia Thal (Jahrgang 1999), die als erste Fahrerin die hervorragenden Pistenverhältnisse nutzte, um nur 52:77 Sekunden später durchs Ziel zu rauschen. Eine sichere und beherzte Slalomfahrt der Schülerin aus Forstinning, die für den WSV Glonn startet. Nur Laura Schindler schaffte es, auf fünf Hundertstel an diese Zeit im ersten Lauf heran zu fahren. Auch für Daniel Schober (WSV Glonn) und Julius Nickel (SC Falkenberg) galt es, im zweiten Durchgang ihre guten Zeiten zu untermauern, um ihre Führungsposition zu verteidigen. Für die Fahrer der Jugend- und Erwachsenenklassen war die Piste schon deutlich schwieriger zu fahren. Eisplatten und Schläge zwangen zu einer sauberen Fahrt nah an den Torstangen.

Der zweite Lauf wurde von Wolfgang Kistler gesteckt. In dem drehenden Kurs war sorgfältige Linienwahl angesagt. Ein Fehler vor dem Übergang in den flachen Schlussteil sollte vielen Läufern wertvolle Zeit kosten. Thals souveräne zweite Fahrt bescherte ihr eine Gesamtzeit von 1:47,46 Minuten, die erst vom schnellsten Herren 41, Guido Martin, unterboten wurde und selbst von vielen Jugendfahrern unerreicht blieb. Was die zum Ende hin äußerst schwierig zu befahrende Strecke doch noch hergeben konnte, demonstrierte ein Mal mehr Christoph Stammel, der mit einer sensationellen Tagesbestzeit von gesamt 1:32,20 Minuten von den zahlreichen Zuschauern umjubelt ins Ziel kam.

Selbst die eisigen Temperaturen konnten die zahlreich angereisten Fahrer und Fans nicht davon abhalten, die abschließende Siegerehrung durch Richard Gürteler zu genießen. Während der Nachwuchs am kommenden Samstag in der Kelchsau im Rahmen des Sparkassennachwuchscups an den Start gehen wird, wird das dritte Rennen der Kreissparkassencupserie am 6. Februar erneut in Söll (Hohe Salve) gestartet.

Auch interessant

Kommentare