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Senioren wollen sich mehr einmischen

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Die wiedergewählte Vorstandschaft (v.l.:) Günther Hans, Horst Fickel (1. Vorsitzender), Bärbel Körner (2. Vorsitzende), Christian Sippl (Schatzmeister) und Karl Heinz Neubauer.  Foto: jro
Die wiedergewählte Vorstandschaft (v.l.:) Günther Hans, Horst Fickel (1. Vorsitzender), Bärbel Körner (2. Vorsitzende), Christian Sippl (Schatzmeister) und Karl Heinz Neubauer. Foto: jro

Zorneding - „Wir tuen Gutes, sagen Sie es bitte weiter.“ Diese Aufforderung an Mitglieder und Gäste kam von Christian Sippl, Schatzmeister des Vereins „Alter erleben in Zorneding“ bei der Jahreshauptversammlung.

Ein gewichtiges Wort mitreden will der aktive Verein mit derzeit rund 250 Mitgliedern bei der Seniorenpolitik in der Gemeinde. So strebt der Vorsitzende Horst Fickel für die Kommune einen „Seniorenbeirat“ an, eine Vertretung, wie es sie für die Jugend bereits gebe. Im Herbst soll erstmals ein Seniorentag stattfinden. Und der Verein will die Kommune bei der Umsetzung des landkreisweiten „seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes“ unterstützen. „Ein erstes Treffen dazu wird es im Februar geben“, so Fickel. „Wir versprechen uns eine Verbesserung für die ehrenamtliche Arbeit.“

Der demografische Wandel treffe auch die Gemeinde Zorneding, betonte Fickel in seinem Rechenschaftsbericht. Die „Hochbetagten“ würden immer mehr, die Jungen, die die Alten einmal pflegen sollen, würden immer weniger. 30 Prozent der Bevölkerung sei über 60 Jahre alt, mit steigender Tendenz. „Wir müssen aufpassen und unsere Stimme erheben, dass wir nicht unter die Räder kommen.“ Den Senioren nützten beispielsweise Supermärkte, die nur mit dem Auto zu erreichen sind, wenig. Dagegen sei das Angebot an innerörtlichem Einzelhandel nicht optimal, „vor allem für die Daxenbergler“.

Grundsätzlich gehe es den Senioren in Zorneding jedoch gut, auch dank verschiedener Angebote von ambulanten Pflegediensten über die Tafel bis hin zum Seniorenheim. Dessen 120 Plätze seien voll belegt und zwar überwiegend mit Senioren aus der Gemeinde. „Das hat mich selbst überrascht“, so Fickel. „Diese Entwicklung habe man so nicht vorhergesehen.“ Fickel erinnerte daran, dass vor einigen Jahren der Bedarf an Heimplätzen in der Gemeinde noch gänzlich bestritten worden sei.

Der Verein bietet ein breites Spektrum von der Seniorenbörse für Dienstleistungen über Beratung bei Wohnproblemen, bei Fragen zum Erbrecht oder ganz neu beim Wechsel zu kostengünstigeren Energieanbietern. Ehrenamtliche organisieren einen Besuchsdienst im Seniorenheim oder geben Förderunterricht für Schüler der Volksschule. Gut angenommen werden das Internet-Cafe, das Gedächtnistraining und die Kegelnachmittage.

Von Robert Langer

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