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Mehr Platz als bisher soll es künftig in der Einrichtung an der Fasanenstraße geben.

Seniorenwohnpark an der Fasanenstraße in Vaterstetten

Wohnungen fürs Personal

3300 Quadratmeter mehr Nutzfläche soll im Seniorenwohnpark in Vaterstetten entstehen. Das ist ein Plus vor rund 15 Prozent. Unter anderem sind 64 neue Wohnungen für Personal der Einrichtung vorgesehen. Dort wo im Erdgeschoss des Wohnparks die Ladenzeile ist, soll in einem Anbau eine Abteilung für Intensivpflege errichtet werden. Im Bauausschuss der Gemeinde gab es breite Zustimmung für das Projekt.

Vaterstetten – Das Gremium hatte sich bereits im Januar grundsätzlich mit dem Vorhaben beschäftigt. Jetzt ging es um Details. Die bestehende Struktur der Häuser in der Fasanenstraße soll erhalten bleiben. Der Zuwachs an Raum entsteht dadurch, dass an einigen Gebäuden das Dach abgenommen und ein weiteres Geschoss aufgesetzt wird. Zudem sollen Gauben für mehr Licht sorgen.

„Ich halte die Planung für sinnvoll“, so die Reaktion von Stefan Ruoff (Grüne). Vor allem begrüßte er den Bau von Mitarbeiterwohnungen, was dem Betreiber helfe, Personal zu finden. Laut Baumamtsleiterin Brigitte Littke will der Betreiber die Personalgewinnung intensivieren. Es gebe dabei aber die gleichen Schwierigkeiten wie bei der Suche nach Betreuerinnen in Kindergärten. Laut Littke sollen die Baumaßnahmen im Herbst beginnen. Die Bauzeit soll durch den Einsatz von Fertigbauteilen sehr kurz gehalten werden. Drei Monate sind vorgesehen.

„Ich finde es höchstlöblich, dass Mitarbeiterwohnungen geschaffen werden“, betonte Manfred Schmidt (FBU/AfD). Dennoch schlug er vor, dass die Gemeinde, weil deutlich mehr Baurecht geschaffen werde, davon auch finanziell profitieren solle. Stichwort: Sozialgerechte Bodennutzung, kurz SoBoN. Eine derartige Regelung gibt es bereits seit Mitte der 1990er Jahre in München. Dabei werden Begünstigte einer Planung zur Kasse gebeten, um beispielsweise Straßen, Gründflächen oder Kindergärten mit zu finanzieren. Entsprechende Überlegungen gibt es auch in der Gemeinde Vaterstetten. In diesem Fall sieht Stefan Huber (CSU) jedoch eine derartige Forderung als falsch. „Ich finde das fast schon asozial.“ Ohne die Personalwohnung wäre der Standort des Seniorenwohnparks nicht zu halten, weil die Einrichtung keine Mitarbeiter finde.

„Wir können froh sein, wenn es überhaupt einen Investor gibt.“ Die Einrichtung sei „extrem wichtig“ für ältere Menschen. Die Gemeinde könne froh sein, diese Einrichtung zu haben, sagte Vizebürgermeister Martin Wagner (CSU). Einen Wertzuwachs sollten die älteren Mitbürger und nicht die Gemeindekasse haben. Und Littke betonte, durch einen städtebaulichen Vertrag mit dem Betreiber werde festgelegt, dass die neuen Wohnungen nur für das Personal genutzt werden können, also eine Vermietung auf dem freien Markt ausgeschlossen wird. Nicht erweitert wird übrigens der Saal des Wohnparks, der auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt wird. Ein entsprechendes Vorhaben sei schwierig, weil rund um die Einrichtung Wohnbebauung vorherrsche, meinte Littke.

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