Riesen-Razzia gegen Hells Angels: 700 Polizisten im Einsatz

Riesen-Razzia gegen Hells Angels: 700 Polizisten im Einsatz
+
Der 14-jährige Grigory war ein begeisterter Skifahrer.

Tragischer Ausflug

Skifahrer (14) aus Vaterstetten stirbt bei Lawinenunglück

  • schließen

Vaterstetten - Entsetzliches Ende eines Skiausflugs: Ein 14-jähriger Schüler aus Vaterstetten (Kreis Ebersberg) ist bei einem Lawinenunglück in Kaltenbach im Zillertal ums Leben gekommen. 

+++ Update vom 20. Januar: Der Lawinenwarndienst Tirol hat Bilder vom Unglücksort und eine Analyse zum Hergang veröffentlicht. 

+++ Update vom 19. Januar: Der Lawinenwarndienst Tirol hat einen Bericht mit Details zu dem schrecklichen Unglück veröffentlicht. 

Grigory S. (14) war am Sonntagnachmittag mit seinem Skiverein abseits der Piste unterwegs, als er stürzte und so ein 15 Meter breites Schneebrett loslöste, das ihn mitriss und unter sich begrub. Erst nach 25 Minuten konnten herbeigeeilte Helfer der Pistenrettung den Verschütteten orten und ausgraben. Für den jungen Skifahrer kam aber jede Hilfe zu spät.

Große Betroffenheit herrscht beim WSV Glonn, dem Skiverein des Verunglückten. „Das ist tragisch, man ist fassungslos, wenn man so etwas hört“, sagte Vorsitzender Josef Axenböck zur Ebersberger Zeitung. Es sei das erste derartige Unglück in der 75-jährigen Geschichte des Vereins. „Wir haben kein Patentrezept, wie wir mit so etwas umgehen. Es geht aber zuerst um das Kind, das ist klar, da gibt es keine Ausflüchte“, so der Vorsitzende weiter.

Trainer erwartet Anzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung

Den 25-jährigen Trainer der Gruppe erwartet laut Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Im Verein gilt der Mann als sehr besonnen. Er mache sich schwere Vorwürfe wegen des Unglücks, habe die ganze Heimfahrt über nur geweint. Auch die anderen Jugendlichen aus der Gruppe seien unter Schock gestanden. Sie wurden von Eltern nach Hause gebracht.

Das Rennteam des WSV Glonn war für einen Tagesausflug ins Hochzillertal gereist. Bei den sieben Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren handelt es sich um erfahrene und geübte Skifahrer aus Rennmannschaften. Nach Auskunft der Polizei hatte die Gruppe nach dem Vormittagstraining im Skigebiet Kaltenbach beschlossen, nachmittags ins freie Gelände zu wechseln. Bei der zweiten Abfahrt gelangte die Gruppe gegen 13 Uhr zu einem steilen Nordosthang auf etwa 2000 Metern Höhe. Erst fuhr der Trainer in den ungesicherten Tiefschneehang. Grigory S. folgte ihm, stürzte aber auf halber Strecke und löste so die Lawine aus.

Problematisch war, dass die Gruppe laut Tiroler Polizei ohne jegliche Sicherheitsausrüstung wie Lawinenverschütteten-Suchgerät, Schaufel oder Sonde unterwegs war. Am Sonntag herrschte für das Zillertal Warnstufe drei auf der fünfstelligen Risikoskala, also „erhebliche Lawinengefahr“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Christkind, bitte melden!
Kein Witz: In Poing wird gerade das Christkind gesucht. Bewerberinnen können sich bis Ende Oktober melden.
Christkind, bitte melden!
Drei Jahre Baustelle am Ostkreuz
Wer nachts mit seinem Auto auf der A 99 oder der A 94 am Ostkreuz unterwegs ist, muss ab sofort mit Teilsperrungen und Behinderungen rechnen.
Drei Jahre Baustelle am Ostkreuz
Die Zeichen stehen auf Abriss
Die Zeichen stehen auf Abriss. Das ehemalige Parsdorfer Rathaus könnte durch einen Neubau ersetzt werden. Errichtet werden könnten mehrere Wohnungen.
Die Zeichen stehen auf Abriss
Plieninger Weihnachtsmarkt wäre beinahe abgesagt worden
Gerade noch mal gut gegangen: Wegen zu weniger Anmeldungen hätte der Plieninger Weihnachtsmarkt heuer beinahe abgesagt werden müssen. Kurz vor knapp sind es dann doch …
Plieninger Weihnachtsmarkt wäre beinahe abgesagt worden

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion