Ein Spannungswandler brennt. Das Ganze geschah in der Nacht zu Montag in der Poinger Straße.

Stromausfall

Spannungswandler brennt in der Nacht

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Markt Schwaben – Ein gewaltiger Knall war es, der um genau 0.41 Uhr am Montag zunächst das Allerschlimmste befürchten ließ.

Anfänglich hieß es, dass es einen Vorfall auf dem Gelände der Firma Gienger im Gewerbegebiet Poinger Straße in Markt Schwaben gegeben habe. Das mobilisierte schließlich eine ziemlich umfassende Mannschaft an freiwilligen Helfern von umliegenden Feuerwehren und des THW zu wahrlich nächtlicher Stunde. Schnell aber stellte sich heraus: Nicht Gienger war der Ort des Geschehens, sondern das Umspannwerk der Bayernwerk AG in unmittelbarer Nähe. Dort geriet ein Spannungswandler in Brand. Eine Apparatur, die 110-KV-Spannung wandelt in eine Mittelspannung von 20 KV.

In Folge dieses technischen Defekts kam es laut Bericht der Polizeiinspektion Poing an die Lokalpresse zu mehreren kurzen Stromausfällen in einigen umliegenden Gemeinden. Die Orte Markt Schwaben, Finsing, Forstinning, Anzing, Poing und Vaterstetten waren ganz oder teilweise betroffen. Christian Martens, Bayernwerk-Sprecher aus Regensburg, sagte auf Nachfrage, dass etwa 7500 Haushalte für ein paar Minuten ohne Storm waren. Die Leitstelle in Neunburg bei Regensburg sorgte schließlich dafür, dass die Störung der Stormversorgung schnell wieder behoben wurde. Viele dürften, wegen der frühen Tageszeit, von dem Vorfall im Umspannwerk daheim kaum etwas mitbekommen haben.

Die Feuerwehren konnten mit einem Techniker der Bayernwerke das mit Stacheldraht umzäunte Gelände betreten und den Brand schließlich, nachdem der Servicetechniker einige Vorbereitungen getroffen hatte, mit herkömmlichen Pulverlöschern löschen, teilte die Polizeiinspektion Poing ferner mit.

Die Ursache ist laut des Technikers ein technischer Defekt. Die Schadenshöhe dürfte, Stand Montag, bei 50 000 Euro liegen.

Hilfskräfte waren, nicht zuletzt wegen der anfangs noch fälschlichen Annahme, mit einem Großaufgebot vor Ort. So waren die Feuerwehren aus Markt Schwaben, Ottenhofen, Forstinning, Anzing, Pastetten und Landsham sowie der Fachberater vom Technischen Hilfswerk vor Ort. Außerdem waren die Führungsgruppe Katastrophenschutz, die Unterstützungsgruppe des örtlichen Einsatzleiters, der örtliche Einsatzleiter selbst und der Kreisbrandrat am Brandort.

Der Einsatz dauerte gut zwei Stunden. Im Laufe des Montags wurden weitere Arbeiten von Technikern auch in luftiger Höhe auf Hochspannungsmasten in unmittelbarer Nähe zum Schwabener Umspannwerk verrichtet. Auch die standen im Zusammenhang mit dem Brand in der Nacht, so der Unternehmenssprecher.

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