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Spielen in der Grube

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Sitzen, klettern, kriechen: Das neue Gelände des Naturkindergartens St. Georg in Pöring wird den Gegebenheiten der Baugrube angepasst. Die verschiedenen Ebenen der Baugrube bieten den Kindern eine natürliche Erlebniswelt. Foto: sro
Sitzen, klettern, kriechen: Das neue Gelände des Naturkindergartens St. Georg in Pöring wird den Gegebenheiten der Baugrube angepasst. Die verschiedenen Ebenen der Baugrube bieten den Kindern eine natürliche Erlebniswelt. Foto: sro

Pöring - „In einem Loch im Boden lebt eine Idee“: Unter diesem Motto entsteht derzeit in einer Baugrube auf dem Gelände des Naturkindergartens St. Georg in Pöring ein ganz besonderer Spielplatz. Dazu brauchen Kindergartenleiterin Gaby Lindinger, ihr Team und die Kinder aber noch Unterstützung.

In Pöring wurde ein neuer Kindergarten gebaut. Das alte Gebäude wurde angerissen. Übrig blieb eine Baugrube. Der Naturgartenplaner Reinhard Witt aus Ottenhofen, Kreis Erding, hat zusammen mit den Kindern und dem Team einen Plan entworfen, der jetzt umgesetzt wird. Für die Realisierung wurden Gartenlandschaftsplaner des Berufsbildungswerkes Kirchseeon beauftragt. Unter der Leitung der erfahrenen Naturgartenplanerin Caroline Widmann wurde das Projekt nun in Angriff genommen. Die Gemeinde hat das Geld für den Umbau zur Verfügung gestellt.

Die Ideen zur Umgestaltung entstanden laut Kindergartenleiterin Lindinger durch die Baugrube, die verschiedene Ebenen anbietet. Klettermöglichkeiten sollen zusammen mit einem Spielraumplaner aus Olching Anfang August installiert werden. Derzeit entstehen bereits ein großer „Wildbach“, Geländemodellierungen und ein Kriechtunnel. In weiterer Planung steht ein „Blockhaus“, das den Kindern viele verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bieten soll. Gegen Ende der größeren Bauarbeiten können auch Eltern, Kinder und andere interessierte Bürger bei der Bepflanzung mithelfen - voraussichtlich im September.

Kindergartenleiterin Lindinger sieht viele Vorteile darin, wenn sich Kinder viel draußen im Gelände beschäftigen: „Sie können die Natur erleben und sie zu schätzen lernen, um sie in Zukunft zu schützen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen.“ Unter anderem könne durch die Bewegung auch psychischen sowie physischen Erkrankungen vorgebeugt werden. Nicht nur das Aneignen von theoretischem Wissen über die Natur sei nötig, so Lindinger. Es zähle vor allem „die Erfahrung am eigenen Leib“. Dadurch könnten Kinder Gestaltungsfreude, Durchhaltevermögen und Phantasie entwickeln.

Leider gebe es für dieses große Projekt noch Finanzierungslücken, so Lindinger. Des Weiteren werde die Hilfe von einer Installationsfirma benötigt, die den Anschluss für den Wasserspielplatz von der Zisterne bis zur Pumpe legt. Nach Absprache werden einheimische Pflanzenspenden entgegen genommen.

Inzwischen erregt der Naturkindergarten in Pöring auch internationales Interesse. Eine Delegation aus Japan besuchte die Einrichtung. „Die Damen und Herren waren begeistert“, erzählt Lindinger. (ak)

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