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Schwungvolle Tanzbeine: Die Garde des TSV Grafing bei einem ihrer beiden perfekten Auftritte.

Fasching 2016 

So spritzig war das Grafinger Faschingsvarieté 

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Grafing - Es war ein Abend vieler Höhepunkte. Ob Tanz und Akrobatik oder Kabarett und Klamauk – das Grafinger Faschingsvarieté bot auch 2016 hohe Unterhaltungskunst.

Ob die zahlreichen Schnapserl als Zielwasser dienten oder die Treffsicherheit ihrer Routine entstammt, kann man bei August, Giagl und Wiggal nicht genau einschätzen. Wahrscheinlich ein bisschen was von beidem. Fest stand, dass auch 2016 die Pointen der drei Grafinger Clowns goldrichtig saßen. Deftig, stimm- und textsicher und mit einem kräftigen Schuss Unverfrorenheit heizten die Gstanzl-Schreiber der zahlreich erschienenen Lokalprominenz kräftig ein.

Vom CSU-Landrat bis zur Grünen-Bürgermeisterin, vom Feuerwehrkommandanten bis zum Pfarrer: Sicher war vor dem Trio niemand, der in Grafing und Umgebung Rang und Namen hat. Besonders ihr Fett weg bekamen wie so oft die Ebersberger, diesmal für ihre Buckelpiste Südumfahrung und „die Straßenführung durch das Kaff, die ein Blinder geplant haben muss“.

Angelika Obermayr und der Geist aus der Gieskanne

Nicht weniger stilsicher die Sketche der Grafinger Faschingsbären und der Tschippendales: Bei „Wünsch Dir was“ verkörperte Wolfgang Kreitmayer Bürgermeisterin „Angie“ Obermayr als leicht bekleidete Orient-Prinzessin, die einer rostigen Gießkanne einen Dschinni entlockte. „Facebook, Zäh’n und oide Knocha“ entführte das Publikum in die Zukunft: Ein Selfie-süchtiger Thomas Huber und ein stotternder Boandl-kramer suchen ein prominent besetztes Grafinger Altersheim heim.

Thomas Urban und Felix Richter bildeten das neue Direktoren-Duo. Mit viel Charme und flotten Sprüchen führten sie die Zuschauer durch das abwechslungsreiche, fast vier Stunden füllende Programm. Dass dabei niemandem langweilig wurde, lag auch an den aufwändig gestalteten Tanz- und Akrobatikeinlagen mit starker Maske und Kulissen. „Disneywelten“, „Harry Potter und der Abschlussball“, „Robin Hood“, „Gymnastic goes Twenties“ und „Alice im Wunderland“: Was die kleinen und größeren Turner des TSV Grafing auf die Beine stellten, konnte sich sehen lassen und erntete häufigen Zwischenapplaus, genauso wie die Tanzgruppe „High Energy“ der Faschingsbären. 

Den heimlichen Höhepunkt des Abends lieferten die Grafinger Feuerwehrler mit ihrer Einlage. Das Publikum bog sich vor Lachen, als die „Feuerreiter“ um Kommandant Georg Schlechte mit ernsten Mienen und prunkvollen Uniformen ein skurriles Zweibeiner-Pferdeballett darboten. Perdeäpfel-Kanone inklusive.

Die Sprüche der Clowns

Das Clown-Trio August, Giagl und Wiggal hat auch dieses Jahr kein Blatt vor den Mund genommen. Über „Angie“ Obermayr, Grafings grüne Rathauschefin und den Stadtrat beschwerten sie sich: „Es passiert ja nix mehr, die Grünen stellen eh nix an und die Roten schlafen die ganze Zeit.“

Material für deftige Gstanzl gab es aber dann doch genug: Nach Obermayrs Böllerverbot zum Volkstrauertag befürchteten die drei die Verweiblichung der Gedenkzeremonie: „Als nächstes gibt’s Prosecco-Ausschank vorm Kriegerdenkmal!“ Dass Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer eine Augenoperation brauchte, brachte ihm die Schlussfolgerung ein: „Die Ursache für viele Fehlplanungen ist gefunden!“

Für sein Management der Pferdeseuche im Sommer bekam Grafings Vizebürgermeister ein schräges Kompliment: „Der Dr. Rothmoser, der ist eine Mischung aus Wendy und dem Pferdeflüsterer!“ „Grafing ist jetzt schwärzer als zu Lebzeit von Herrn Strauß“, lautete das politisch nicht ganz korrekte Augenzwinkern an den neuen Stadtpfarrer Anicet Mutonkole-Muyombi.

Mit Missachtung gestraft wurde von den Gstanzl-Barden der in einen Finanzskandal verwickelte BfG-Politiker: „Und vom Stadtrat Fröhlich Heinz, nur von dem da sing’ mer keins."

Die besten Bilder vom Grafinger Faschingsvarieté 2016

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