Magnus Kipfelsberger sieht den neuen Mitbewerber gelassen. Foto: sro

Stadträte streiten - Unternehmer sieht's locker

Grafing - Soll die Stadt Grafing ihre ortsansässigen Unternehmer vor Konkurrenten von auswärts schützen oder nicht? Eine Frage, die wiederholt im Bauausschuss aufgeworfen wurde. Jüngstes Beispiel: Ein Skireparaturraum in der Münchner Straße, dem jetzt stattgegeben werden musste (wir berichteten). Der betroffene Unternehmer sieht es gelassen.

Im Jahre 2008 hatte das ortsansässige Sportgeschäft Kipfelsberger bereits versucht, sein Unternehmen auszulagern. Ein Bauantrag auf dem alten Lentner-Gelände (Münchner Straße 55), wurde abgelehnt. Die Begründung: Man dürfe als Einzelhändler nicht außerhalb des Stadtzentrums wirtschaften.

Nun haben die Stadträte aber einem ähnlichen Antrag des Sport-Fachgeschäfts Gürteler aus Kirchseeon auf dem gleichen Gelände zugestimmt. Erstaunlicherweise ärgert das Magnus Kipfelsberger gar nicht. „Die Konkurrenz belebt nun mal das Geschäft“, meint er kämpferisch. „Wenn alles rechtens ist, dann ist das ja in Ordnung.“

Schlimmer fände er, wenn ein großer Konzern hinter dem Antrag stehen würde, dem jetzt stattgegeben wurde. Da Gürteler aber, wie Kipfelsberger selbst, ein „Mittelständler“ sei, sei das zu verkraften. Im Grafinger Bauausschuss hatte Angelika Obermayer (Grüne) gesagt, man dürfe Grafinger Geschäftsleute nicht unter Denkmalschutz stellen.

Bisher hat das Sportgeschäft Kipfelsberger noch keine Auswirkungen der Konkurrenz gespürt. Wenn überhaupt, dann laufe das Geschäft „sogar fast besser“.

Allerdings habe man aber auch andere Zielgruppen. Die Firma Kipfelsberger wolle eher die Familien ansprechen, erklärt der Firmenchef. Der große Unterschied sei aber, dass der neue Mitbewerber ein reines Ski-Service Geschäft betreibe.

Wenn aber jemand beispielsweise seine geliehenen Skier zurückbringe und diese ihm so gut gefallen haben, das er sie kaufen möchte, dann sei kaum nachweisbar, ob nicht doch Einzelhandel betrieben werde.

Von Fabian Meyer

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