Startschuss für Geothermie-Projekt in Poing

Poing - Insgesamt 21 Millionen Euro investiert die Eon Bayern Wärme GmbH in ihr erstes eigenständiges Geothermie-Projekt in Bayern. In Poing wird ab Juni nach Thermalwasser gebohrt.

Die Eon Bayern Wärme GmbH ist zwar an einigen Geothermie-Projekten beteiligt, komplett alleine hat das Unternehmen bislang aber noch keines in Angriff genommen. Nun erfolgt die Premiere in Poing, wo Eon bereits ein 12,4 Kilometern langes Fernwärmenetz besitzt und damit 334 Objekte (Wohnhäuser, Unternehmen und Bürogebäude) mit Fernwärme versorgt. Bislang stammt die Fernwärme aus dem Eon-Blockheizkraftwerk in Poing, künftig wird großteils Geothermie ins Fernwärmenetz gespeist. Mitte Juni beginnt die Förderbohrung, ab August erfolgt die zweite Bohrung zwei Kilometer entfernt. Hier wird das abgekühlte und "gebrauchte" Thermalwasser zurück in die Erde gefördert. Zwischen Förderung und Rückführung entzieht ein Wärmetauscher dem 85 Grad heißen Wasser 25 Grad für die Fernwärme, erläutert Eon-Sprecher Peter Wendler.

Beide Bohrungen werden etwa 3000 Meter tief sein, schon ab Oktober soll das Geothermie-Projekt laufen. Jede Bohrung kostet laut Eon sechs Millionen Euro und dauert drei Monate; insgesamt beträgt das Investitionsvolumen 21 Millionen Euro, einschließlich der Förder- und Verpresstechnik.

An beiden Bohrstellen soll eine Besucherplattform und eine Infobox für interessierte Bürger aufgestellt werden. Laut Eon hat das Projekt keine negativen Auswirkungen auf den Fernwärmepreis für die Poinger Kunden. "Die Geothermie wird eine stabilisierende Wirkung auf den Preis haben", so Eon. (rm)

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