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Man hört es deutlich, aber man hört nicht, woher es kommt: In Steinhöring brummt’s weiter.

Geräusch gibt weiter Rätsel auf

Brummton: Die verzweifelte Suche nach der Ursache

Steinhöring - Die Bürger sind genervt: Es brummt und brummt, und keiner weiß wo’s herkommt. Aber ein bisschen weiter sind die Fachleute jetzt doch bei der Ursachenforschung. Diesen Eindruck zumindest möchte das Landratsamt vermitteln.

„Um der Ursache für den ominösen Brummton in Steinhöring auf die Spur zu kommen, laufen weitere Messungen. Die Ortung möglicher Quellen erfordert aufwändige Arbeiten.“ Das ist das Fazit eines weiteren Treffens am Runden Tisch im Ebersberger Landratsamt. „Die Ermittlungsarbeiten und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, berichtet Franz Neudecker vom zuständigen Sachgebiet in der Kreisbehörde. „Als Zwischenergebnis kann festgehalten werden, dass haustechnische Anlagen im Einzelfall in bestimmten tiefen Frequenzbereichen einen verstärkenden Beitrag zu den Wahrnehmungen der Betroffenen leisten können“, so Neudecker weiter. Jedoch stehe aufgrund der jeweils nachweislich von außen her auftretenden Schwingungen im Boden fest, dass es eine oder mehrere äußere Quellen geben müsse.

In der Öffentlichkeit wurde wiederholt die Vermutung geäußert, dass Betriebsanlagen der Transalpinen Ölleitung GmbH oder der OMV Deutschland GmbH im Gemeindegebiet als mögliche Quellen in Frage kommen könnten. „Die Unternehmen haben diese Vermutungen in konstruktiver Weise gemeinsam von sich aus zum Anlass genommen, ein eigenes Messprogramm zur Abgrenzung ihrer Anlagen durch ein öffentlich akkreditiertes Sachverständigenbüro in Auftrag zu geben“, berichtet die Kreisbehörde. Auch diese Ermittlungen dauerten aber noch an. Die Ergebnisse werden dem Landratsamt für die Auswertung aber zur Verfügung gestellt.

Die Vermutung, dass Gasversorgungsleitungen zu den Wahrnehmungen der Betroffenen beitragen, können nach den bisherigen Erkenntnissen aufgrund der Lage der Leitungsverläufe, Leitungsdurchmesser und Drucksituationen in den Leitungen nicht bestätigt werden.

Die aufwändige Suche nach möglichen Quellen hatte begonnen, nachdem im Rahmen eines Messprogramms - gemeinsam beauftragt von Gemeinde und Landratsamt - im vergangenen Sommer der Nachweis erbracht worden war, dass es für den Brummton in bestimmten Bereichen von Steinhöring eine technische Ursache geben muss.

Landrat Robert Niedergesäß: „Die Suche nach einer Ursache für das Brummen stellt sich zwar als komplexer und schwieriger heraus, als zunächst erhofft, aber alle Beteiligten bleiben weiter am Ball und so sind wir auf einem guten Weg.

Das Landratsamt möchte aktiv und intensiv daran mitwirken, der Ursache auf die Spur zu kommen, damit die betroffenen Bürger nach mittlerweile fast vier Jahren von dieser immensen Belästigung endlich befreit werden können!“

ez

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