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Tullinger Feuerwehrleute atmen auf

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Von: Sabine Heine

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Gebanntes Warten: Alle Plätze im Steinhöringer Sitzungssaal sind besetzt, als um die Entscheidung über ein neues Feuerwehrfahrzeug geht. © sh

Endlich geschafft!  Der Steinhöringer Gemeinderat hat nach langem Hin und Her der Anschaffung eines neuen, etwa 300 000 Euro teuren, Löschfahrzeugs für die Tullinger Feuerwehr zugestimmt.

Steinhöring – Das Tullinger Feuerwehrauto hat schon jetzt eine längere Geschichte, auch wenn es noch nicht einmal bestellt ist. Schon Anfang 2016 hat Feuerwehrkommandant Florian Thurnhuber bei Bürgermeister Alois Hofstetter vorgesprochen: Die Tullinger Kameraden fahren seit 30 Jahren mit demselben Wagen zum Einsatz. Inzwischen ist das Modell TSF so marode geworden, dass es fast nicht mehr durch den TÜV gekommen wäre.

Ja, und im Juli 2016 kam es sogar zum Eklat, der weit über die Grenzen des Landkreises für Erstaunen sorgte. Die Tullinger Floriansjünger haben den Schlüssel des klapprigen Einsatzwagens bei einer Gemeinderatssitzung dem Bürgermeister überreicht und den TSF vorm Steinhöringer Rathaus abgestellt – „Feuerwehr streikt“, hat die Ebersberger Zeitung danach geschrieben. Damals hatten die erbosten Tullinger gar nicht mehr mitbekommen, dass der Gemeinderat mit einer denkbar knappen 8:8-Abstimmung den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges LF 10 für die Tullinger abgelehnt hat. Es sollte erst ein unabhängig erstellter Feuerwehrbedarfsplan abgewartet werden.

Dieser Plan ist inzwischen erstellt und auf der September-Sitzung dem Gemeinderat vorgestellt worden. Ergebnis: Ja, die Tullinger Feuerwehr braucht ein neues Fahrzeug.

„Jetzt soll nichts mehr verzögert werden“, sagte Johannes Antoni (CSU) auf der Sitzung, zu der die Feuerwehr wie im vergangenen Jahr mit fast allen Kameraden angerückt war. Diskutiert wurde aber nicht mehr auf Sitzung. Nur noch abgestimmt.

Augenblicklich fiel die Anspannung von Feuerwehrlern und Gemeinderäten ab. Erster Kommandant Florian Thurnhuber dankte erleichtert dem Gemeinderat. „Ich bin glücklich“, strahlte er mit seinen Kameraden nach der Sitzung um die Wette. Thurnhuber rechnet damit, dass das neue Fahrzeug spätestens in einem Jahr einsatzbereit im Tullinger Feuerwehrhaus stehen kann. Der angeschlagene Dorffriede ist schon jetzt wieder hergestellt.

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