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Der Ebersberger Polizei gelang eine ungewöhnliche Familienzusammenführung, nachdem ein dreijähriges Mädchen von Zuhause ausgerissen war, weil es in den Kindergarten wollte.

Gut gegangen 

Dreijähriges Mädchen reißt aus – weil es in den Kindergarten will

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Nicht alle Kinder gehen im Alter von drei Jahren gerne in den Kindergarten. Und wenn sie denn gehen, dann gehen sie diesen Weg mit Sicherheit nicht alleine. Ein Steinhöringer Mädchen macht da eine Ausnahme. 

Steinhöring – Sie ist offensichtlich so gerne bei ihren Spielkameraden, dass sie nicht einmal eine Ferienpause machen möchte. Also stapfte sie einfach los. Nur dumm, dass ihr 50-jähriger Vater das nicht mitbekommen hatte. „Gottseidank ist alles gut ausgegangen“, berichtet Dieter Lerchl, der Leiter der Polizeiinspektion Ebersberg, die dafür sorgte, dass das Abenteuer einen glimpflichen Verlauf nahm.

So hatte sich der Vorfall laut Auskunft der PI Ebersberg zugetragen: In den frühen Morgenstunden des Donnerstags, gegen 7 Uhr, sei den Beamten durch Angestellte des Einrichtungsverbundes in Steinhöring mitgeteilt worden, dass an der Straße ein kleines Mädchen ohne Schuhe angetroffen worden sei. Die Mitarbeiter nahmen das Kind in ihre Obhut, die Polizei fuhr mit einer Streife hin. „Das Kind hatte keine Schuhe an und war nur leicht bekleidet“, weshalb die BZ-Mitarbeiter auf das Mädchen aufmerksam geworden seien.

Wie anschließend durch die eingesetzten Beamten ermittelt werden konnte, hatte sich das dreijährige Mädchen ohne das Wissen des Vaters aus dessen Obhut von zu Hause entfernt und sich eigenständig auf den Weg zum Kindergarten begeben.

„Nach einem kurzen Aufenthalt im Bürogebäude des Einrichtungsverbundes konnte das Kind unverletzt und wohlbehalten an den Vater übergeben werden“, freute sich die ganze Inspektion über die geglückte „Familienzusammenführung“.

Manchmal zahlt es sich aus, seinen Kindern einen ungewöhnlichen Namen zu geben. Was den Beamten bei der Suche nach der Adresse des Mädchens nämlich zugute kam, ist, dass das Kind den Polizisten seinen Vornamen sagen konnte. „Und das ist kein Allerweltsname“, berichtet Lerchl. Insofern ist der Rest Polizeiroutine gewesen.

Wolfgang Donig, der zur Zeit im Steinhöringer Rathaus für Bürgermeister Alois Hofstetter die Geschäfte führt, erfuhr von der Ebersberger Zeitung von dem glücklichen Ende der Geschichte. Und er erkennt darin ein positives Zeichen für die örtlichen Betreuungseinrichtungen. „Es muss dem Mädchen da gefallen, wenn es alleine hingetippelt ist“, sagte er auf Anfrage der EZ. „Gottseidank ist das alles gutgegangen.“

Auch Gertrud Hanslmeier-Prockl, die Leiterin des Einrichtungsverbundes Steinhörign freut sich über das Happy End der Geschichte.

Unsere wichtigsten Geschichten posten wir auch auf der Facebook-Seite Ebersberger Zeitung

Zum Thema Kindergarten lesen Sie auch den Gastbeitrag einer Erzieherin aus Rottenbuch: An alle Eltern: Bitte bringt eure Kinder nicht krank in die Kita! 

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