Polizei räumt kompletten ICE - Hintergründe noch unklar

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Alexander Schwaninger aus Steinhöring mit seinem selbst gebauten Gesichtsschutz.

Made in Steinhöring

Corona-Krise: So kämpft ein 24-Jähriger aus Steinhöring gegen das Virus

  • Max Wochinger
    vonMax Wochinger
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Schutzausrüstung für Ärzte und Pflegepersonal fehlt. Alexander Schwaninger aus Steinhöring macht's einfach selbst: Er baut Gesichtsschutz. 

Steinhöring – Alexander Schwaninger aus Steinhöring ist derzeit ein gefragter Mann. Ärzte und Krankenhausmitarbeiter aus Rheinland-Pfalz, Ingolstadt und Augsburg melden sich bei ihm. Sie alle wollen das gleiche: Gesichtsschutz. Schwaninger produziert die Schutzschilde mit einem 3D-Drucker, zu Hause. Nach einem Facebook-Post vom Donnerstag gehen die Anfragen durch die Decke. Nur: So viele Schilder kann er alleine gar nicht herstellen.

Drei dieser neuartigen Drucker hat er zu Hause herumstehen, schon seit drei Jahren. „Ich hatte einen Aufruf zum Nähen von Atemmasken gelesen“, erzählt der Kfz-Meister am Telefon. Nähen kann er nicht, aber drucken. Er hat einen Link zu einer Anleitung für Schutzschilde bekommen. Das Design stamme aus Tschechien.

Corona-Schutz: zehn Schilder am Tag

Schwaninger, 24, ruhige, freundliche Stimme, ist gerade in der Arbeit. Seine Freundin ist zu Hause und bedient die 3D-Drucker. „Die Produktion muss so schnell wie möglich gehen“, sagt er. Bisher kann er zehn Schilder pro Tag herstellen.

Zwei Geräte drucken Plastikhalter für die Schutzschilder, mit dem Dritten könnte man Teile für Beatmungsgeräte produzieren. Da ist der junge Mann noch am Ausprobieren. Der Schutz besteht aus drei Teilen: einem Rahmen, einer Sichtscheibe aus Laminierfolie und einem Gummiband. Eigentlich ganz einfach. Für den Rahmen braucht ein Druckerdrei Stunden, das Zusammenbauen gelingt in 20 Minuten. Kosten: drei Euro pro Stück.

Erste Lieferung geht ans Wasserburger Krankenhaus

Die Halterung habe viel Außenfläche, deshalb brauche der 3D-Drucker so lange, sagt Schwaninger. Wie funktioniert der Druck? „Einen 3D-Drucker muss man sich wie eine Heißluftpistole auf einer CNC-Fräse vorstellen“, sagt er. Aufgeweichter Kunststoff wird in dünnen Schichten aufgebaut, bis das einprogrammierte Model fertig ist.

Die erste Lieferung soll ans Krankenhaus in Wasserburg gehen. Dort arbeitet die Mutter von Alexander Schwaninger. „Das Personal für Corona-Tests hat im Moment keine Gesichtsschilder“, sagt der Steinhöringer. Sie sind derzeit schwer zu bekommen.

Hohe Nachfrage, wenig Angebot: Der freie Markt würde nun Rekordpreise für Schilder entfesseln. Nicht mit Alexander Schwaninger. Er baut und liefert sie kostenlos.

Mehr Informationen

Wer einen 3D-Drucker hat oder helfen möchte, kann sich bei Alexander Schwaninger melden: al95@live.de. Der Link zur Anleitung: https://open-diy-projects.com/doityourself-gesichtschutz-faceshield.

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