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Ein starkes Team: Mitarbeiter und betreute Menschen des Einrichtungsverbunds Steinhöring nahmen auch heuer wieder am Ebersberger Stadtlauf teil. Mit dabei war auch ihre Chefin, Gertrud Hanslmeier-Prockl (2.v.r.), für deren Rückkehr sie gekämpft hatten. 

Gertrud Hanslmeier-Prockl nimmt nach Rücknahme der Freistellung Arbeit auf

Die Chefin ist wieder da - und alle freuen sich

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„Ich bin froh, dass ich meine Arbeit wieder machen kann, die mir so viel Spaß macht“,  sagt Gertrud Hanslmeier-Prockl, die Leiterin des Einrichtungsverbundes Steinhöring,

Steinhöring – Gertrud Hanslmeier-Prockl ist nach dem Hickhack um ihre überraschende Kündigung durch die Katholische Jugendfürsorge (KJF) an ihren Arbeitsplatz im Einrichtungsverbund Steinhöring zurückgekehrt.

Dank für große Anteilnahme

„Ich bin seit 19. Juni wieder im Haus“, bestätigt Hanslmeier-Prockl auf Anfrage der Ebersberger Zeitung sichtlich erleichtert. Dass die Chefin wieder da ist und die Geschäfte aufgenommen hat, hat im Betreuungszentrum Steinhöring regelrecht für Begeisterung gesorgt, bei Mitarbeitern, Bewohnern und Betreuten gleichermaßen. „Dass das von allen mit großer Freude aufgenommen wurde, war wirklich schön für mich“. Es sei jetzt im Interesse aller, aber besonders im Interesse der betreuten Menschen, dass die Arbeit so wie bisher gewohnt weitergehen könne, sagt Hanslmeier-Prockl, die sich für die große Anteilnahme bei allen bedankt.

Zerwürfnis mit der katholischen Jugendfürsorge

Wie berichtet, hatten unterschiedliche Auffassungen, die künftige Ausrichtung der Katholischen Jugendfürsorge betreffend, zu einem Zerwürfnis zwischen der BZ-Leiterin und dem Vorstand der KJF geführt. Das Resultat war, das der Einrichtungsleiterin die Kündigung ausgesprochen wurde. Damit war allerdings nicht das letzte Wort gesprochen, denn es setzte eine großeSolidaritätswelle für die geschasste Chefin ein.

Landrat Robert Niedergesäß schaltete sich ein

Eine Koalition aus Mitarbeiter, Betreuten und lokalen Politikern intervenierte gegen den aus ihrer Sicht keinesfalls gerechtfertigten Rauswurf. Auch Landrat Robert Niedergesäß schaltete sich ein. Das Thema begann Schlagzeilen zu machen. Es wurde daraufhin von einigen Personen eine außerordentliche Mitgliederversammlung in der Katholischen Jugendfürsorge erzwungen, in der sich eine mögliche Wende abzeichnete.

Die Zusammenkunft dauerte fünf Stunden und an deren Ende gab es eine Erklärung: „Der Aufsichtsrat wird gebeten, darauf hinzuwirken, dass in einer offenen und konstruktiven Aussprache mit Frau Dr. Gertrud Hanslmeier-Prockl der Versuch gemacht wird, die Grundlagen für ein erneutes vertrauensvolles Miteinander von Vorstand und Frau Dr. Gertrud Hanslmeier-Prockl zu schaffen.“ Mittels einer Mediation wurde das geschafft, die Freistellung wurde tatsächlich aufgehoben, wenngleich der formelle Akt dazu noch nicht vollzogen ist.

„Solidarität war großartig“

„Diese Solidarität war großartig und berührend für mich, dass so viele Menschen hinter mir stehen und mich unterstützen“, sagt Hanslmeier-Prockl. Sie sei sehr froh über das Vermittlungsgespräch gewesen. Ihr Dank gelte besonders den Personen, die die Mitgliederversammlung initiiert hatten, wie auch dem Aufsichtsrat und den Vorständen, dass „die Gespräche so positiv verlaufen sind“. Alle hätten einen Beitrag zur Lösung des Konfliktes geleistet.

Tagesgeschäfte wieder übernommen

Der Dank von Hanslmeier-Prockl gilt auch den Mitarbeitern, die in der Zeit ihrer Freistellung dafür gesorgt hatten, dass der Betrieb reibungslos weiterlaufen konnte. Inzwischen hat die BZ-Chefin die Tagesgeschäfte wieder übernommen. „Gerade wurde ein neues Wohnheim in Ebersberg bezogen“, sagt sie stolz.

Lesen Sie dazu auch, wie den betreuten Mut gemacht wurde.

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