Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen

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Brechend voll war die Mehrzweckhalle des BZ bei der Andacht, die zur Solidaritätsadresse wurde. 

Andacht im Betreuungszentrum

Hanslmeier-Rauswurf: Wie den betreuten Menschen jetzt Mut gemacht wird

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Der Rauswurf der beliebten BZ-Chefin Gertrud Hanslmeier-Prockl bewegt die Steinhöringer. Jetzt fand eine Andacht für Bewohner und Mitarbeiter statt, die Mut machen sollte.

Steinhöring – Am Ende der kleinen Andacht durften die betreuten Menschen sagen, was sie nach dem Rauswurf von Gertrud Hanslmeier-Prockl empfinden. Und dabei gab es Tränen.

„Wir möchten halt auch gefragt werden“, sagte eine Bewohnerin des Betreuungszentrums Steinhöring. „Ich hoffe, die Gerti kommt wieder zurück.“ Das aber steht derzeit in den Sternen.

Wie berichtet, war die beliebte Leiterin des Einrichtungsverbundes Steinhöring nach Differenzen mit dem Vorstand der Katholischen Jugendfürsorge aus ihrem Arbeitsverhältnis überraschend entlassen worden. Aus Anlass der Verbundenheit mit ihrer langjährigen Chefin wurde am Dienstagnachmittag im Mehrzwecksaal des Betreuungszentrums zu einer Andacht eingeladen, die Mechthild Ferber-Holzbauer liebevoll gestaltete.

„Kündigung bewegt die Herzen“

Sie ist in der Einrichtung für die Seelsorge zuständig und sprach aus, was alle dachten: „Die Kündigung von Gerti bewegt unsere Herzen.“ Sie meinte aber auch: „Wir sind da, um damit zurechtzukommen und nicht, um schnell eine Aktion zu machen.“ Gleichwohl konnte sie unter Beschäftigten wie Behinderten „Wut und Hilflosigkeit“ ausmachen. Das Betreuungszentrum sei ein guter Ort für die hier lebenden und arbeitenden Menschen. Diese Menschen machten auf Transparenten klar, was ihr Anliegen ist: „Wir wollen Gerti zurück“, stand da zu lesen und auch die Frage: „Habt ihr kein Gewissen?“ Zu lesen stand da: „Wenn Katholiken mit einer Demonstration gegen etwas protestieren, sind sie dann Protestanten?“

Ferber-Holzbauer versuchte, den betroffenen Mut zuzusprechen und hatte vor der Andacht kleine Bilder mit Regenbogen verteilt. Das sei ein Symbol für die Verbundenheit mit Gott in stürmischen Zeiten, denn ein Regenbogen könne nur entstehen, wenn es stürme und gleichzeitig noch ein bisschen die Sonne scheine. Den hellen Fleck auf dem Bild deutete Ferber-Holzbauer als Lichtblick, dass sich in Steinhöring vielleicht doch noch alles zum Guten wenden könne.

Videobotschaft für die Ex-Chefin

Dass die Betreuten von Heute auf Morgen nach dem überraschenden Rauswurf der Einrichtungsleiterin nicht mehr mit „ihrer Gerti“ sprechen konnten, hat einige besonders hart getroffen. Deswegen wurde ihnen im Büro von Franz Wallner die Möglichkeit gegeben, eine Videobotschaft an sie zu richten. Ferber-Holzbauer ermunterte die Betreuten wie auch die Beschäftigten, das Regenbogenbild irgendwo sichtbar anzubringen, weil es allen Hoffnung machen sollte.

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Die Beschäftigten werden darüber hinaus am heutigen Mittwoch in der Zentrale der Katholischen Jugendfürsorge in München eine Liste mit 760 Unterschriften übergeben, auf der sich die Unterzeichner für eine Wiedereinsetzung von Hanslmeier-Prockl einsetzen. „Das wird keine Demonstration, sondern eine stille Übergabe“, kündigte eine der Initiatoren dieser Aktion gegenüber der Ebersberger Zeitungan. Die Andacht klang auch mit einem gemeinsam gesungenen Lied aus: „Du bist gesegnet, ein Segen bist du.“ Die Mehrzweckhalle war brechend voll.  

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