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Gertrud Hanslmaier-Prockl, langjährige Leiterin des Einrichtungsverbunds Steinhöring, war überraschend gekündigt worden. Jetzt gibt es Hoffnung, dass sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren kann.

Hoffnung auf Rückkehr der Chefin

Wende im Fall Hanslmeier-Prockl

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Nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Katholischen Jugendfürsorge gibt es Hoffnung, dass die geschasste Chefin des Einrichtungsverbunds zurückkehren kann.

Steinhöring– Gibt es doch noch eine gütliche Einigung zwischen dem Vorstand der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) und der von ihm entlassenen Leiterin des Einrichtungsverbunds Steinhöring, Gertrud Hanslmeier-Prockl? Nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwoch, 29. Mai, in München scheinen die Fronten zumindest nicht mehr verhärtet.

Hanslmeier-Prockl war überraschend gekündigt worden, nachdem sie offensichtlich Kritik an der strategischen Ausrichtung der KJF geübt hatte. Nach Bekanntwerden der Kündigung hatte sich in der Öffentlichkeit massiver Widerstand formiert.

Über 1000 Protest-Unterschriften übergeben

Bernhard Winter, Mitglied der Katholischen Jugendfürsorge (KJF).

Dieser gipfelte am Mittwoch darin, dass KJF-Vorstandsvorsitzendem Bartholomäus Brieller vor der Versammlung über 1000 Protest-Unterschriften übergeben wurden. Fast 50 Betreute, Eltern und Mitarbeiter des Einrichtungsverbunds waren dazu in die Landeshauptstadt gekommen.

In dem einstimmigen Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung, die laut Teilnehmern rund fünf Stunden dauerte, heißt es wörtlich: „Der Aufsichtsrat wird gebeten, darauf hinzuwirken, dass in einer offenen und konstruktiven Aussprache mit Frau Dr. Gertrud Hanslmeier-Prockl der Versuch gemacht wird, die Grundlagen für ein erneutes vertrauensvolles Miteinander von Vorstand und Frau Dr. Gertrud Hanslmeier-Prockl zu schaffen. Diese Aussprache soll baldmöglichst unter der Leitung von Herrn Prof. Egon Endres stattfinden.“

Egon Endres soll vermitteln

Eine „Große Koaliton“ aus Mandatsträgern von CSU, SPD und Grünen mit Landrat Robert Niedergesäß (CSU) an der Spitze hatte in einem Brief an Kardinal Reinhard Marx Egon Endres ins Spiel gebracht. Endres ist ehemaliger Präsident der Katholischen Stiftungshochschule München.

Bernhard Winter, früherer Bürgermeister von Markt Schwaben und Mitglied der KJF, nahm an der Versammlung teil. Er bewertet das Ergebnis positiv. Er sieht eine echte Chance, dass die Kündigung zurückgenommen wird. „Wie im Kernsatz des Beschlusses festgehalten, wird im nächsten Schritt von allen Seiten versucht, die Voraussetzungen für ein erneutes vertrauensvolles Miteinander der Beteiligten zu schaffen“, sagte Winter am Donnerstag, 30. Mai, der EZ. Er selbst wird laut Beschluss an dem neuerlichen Gespräch teilnehmen.

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Zudem glaubt Winter, dass die Möglichkeit besteht, dass das anhängige Arbeitsgerichtsverfahren eingestellt werden kann. „Es war für mich gestern ein zentrales Ergebnis, dass wir als Dienstgemeinschaft eines kirchlichen Trägers nicht in erster Linie auf gerichtliche Verfahren setzen, sondern zuvor alle Möglichkeiten nutzen, die durch ein menschlich respektvolles und von gegenseitiger Wertschätzung getragenes aufeinander Zugehen und miteinander Reden gegeben sind“, so der Markt Schwabener.

Auf öffentlichen Schaden frühzeitig hingewiesen

Mehrere Mitglieder hätten schon frühzeitig durch Zugehen auf den Aufsichtsrat der KJF und Vertreter des Ordinariats auf „möglichen großen Schaden“ hingewiesen, „der der Sache der Katholischen Jugendfürsorge entstehen kann, wenn nicht auf angemessene Weise gegensteuert wird.“ Unter Abwägung aller ihm bekannten Informationen ist sich Winter sicher, „dass Frau Gertrud Hanslmeier nichts getan hat, das zu einer Kündigung führen musste“.

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Das Ergebnis der Mitgliederversammlung gibt Winter Hoffnung, dass das was im Leitbild der Katholischen Jugendfürsorge verankert ist, durch die aktuelle Auseinandersetzung neu zum Leben erwacht: „Unsere Dienstgemeinschaft ist geprägt von offenem Gedankenaustausch und religiöser Rückbesinnung auf die Grundlagen unseres Tuns … Unsere Aufgaben erfordern von uns gegenseitige Wertschätzung, Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit und Vertrauen.“

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