Gemeinde setzt auf günstige Darlehen

Steinhöring investiert in die Infrastruktur

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Doppelte Premiere in Steinhöring: Zum ersten Mal umfasst der Gemeindehaushalt mehr als 10 Millionen Euro und zum ersten Mal hat Gemeindekämmerin Christine Friede dem Gemeinderat mit einem guten Gefühl grünes Licht für weitere Investitionen gegeben.

Steinhöring - „Ich denke, wir sollten die Gelegenheit nutzen und die Möglichkeit, uns günstig Geld zu leihen, nutzen“, sagte Christine Friede auf der Gemeinderatssitzung, in deren Mittelpunkt der Haushaltsplan für 2017 stand. Positiv: In diesem Jahr kommt Steinhöring ganz ohne neue Darlehen aus. Aber bis 2020 sind einige Investitionen geplant, die ohne fremdes Geld nicht machbar sind. Breitbandausbau zu Beispiel. Feuerwehrhaus Tulling. Straßensanierungsmaßnahmen. Dorfplatzgestaltung. Sanierungsprojekte in und an der Schule. Querungshilfe Richtung Sportplatz. Und. Und. Und.

Insgesamt dürften die Schulden bis 2020 dadurch auf 3,6 Millionen Euro (2017: 1,3 Mio. Euro) steigen,

„Ich hoffe, dass wir die Finanzierung dieser Maßnahmen so durchbringen“, sagte Bürgermeister Alois Hofstetter (CSU) nach Christine Friedes Vortrag. „Es ist sehr viel Geld, das wir in die Infrastruktur der Gemeinde investieren wollen.“ Thomas Grundmann von Holly (Bürgerliste) lobte die gründliche Arbeit der Kämmerin. „Ich bin zufrieden“, sagte er zum laufenden Haushalt und zum Investitionsplan. Julia Görner (SPD) brachte den Handlungsbedarf in Sachen Geldaufnahme auf den Punkt: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Johannes Antoni (CSU) sowie Willi Slowaczek (PWG) ermahnten das Gremium abschließend noch einmal, in den nächsten Jahren trotz aller positiven Vorzeichen bedacht und vernünftig mit dem Geld umzugehen und Zuschüsse bewusst auszunützen. Der Haushalt wurde schließlich ohne Gegenstimme abgesegnet.

Rubriklistenbild: © dpa

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