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Stoff auf Herdplatte: Feuer in Baldhamer Videotkek

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Von: Michael Acker

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Feuerwehrmänner an der Einsatzstelle in der Karl-Böhm- Straße in Baldham. © sro

Baldham  - Eine ganze Gruppe Schutzengel war wohl in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Baldham versammelt, als es in einer Videothek, die sich in einem gemischten Geschäfts- und Wohngebäude befindet, zu einem unbemerkten Brand kam.

Der Brand ging von einer Herdplatte aus, wodurch die Küchenzeile und die Decke erheblich beschädigt wurden. Außerdem wurde das ganze Erdgeschoss inklusive aller Einrichtungsgegenstände sowie DVD’s der Videothek mit einer dicken Rußschicht überzogen. Das meldet die Polizeiinspektion Poing.

Der Brand führte zu einer so großen Hitze, dass sich sogar der Deckenputz in der Küche gelöst hatte und herabfiel.

Das Feuer erstickte nach einiger Zeit von selbst, was auf die guten Fenster und Türen des Gebäudes zurückzuführen ist, weil offenbar kein Sauerstoff von außen zugeführt wurde, so dass das Feuer ausgehen musste. "Trotzdem kann hier von sehr viel Glück ausgegangen werden, dass nicht das ganze Gebäude in Brand geriet", so ein Polizeisprecher.

Als der Betreiber der Videothek am Vormittag beim Öffnen die Verrußungen und den Qualm bemerkte, verständigte er sofort die Feuerwehr.

Mehr als 30 Mann Besatzungen aus Vaterstetten, Zorneding und Pöring rückten an, da es sich um ein größeres Gebäude handelt und zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, dass der Brand bereits vorbei war.

Nachdem das Gebäude gesichert und der Rauch ausgeblasen wurde, nahmen Beamte der PI Poing die Brandermittlungen auf. Verkohlte Stofffetzenreste auf der Herdplatte lassen darauf schließen, dass sich diese auf der heißen Herdplatte entzündeten und das Feuer anschließend auf die gesamte Küche übergegriffen hatte, bevor es aufgrund Sauerstoffmangels erstarb.

Um auszuschließen, dass sich in den Wohnungen über der Videothek Verletzten bzw. Personen mit Rauchgasvergiftungen befinden, wurden drei Wohnungen auf Anordnung der Polizei gewaltsam von der Feuerwehr geöffnet und kontrolliert. Groß war die Erleichterung, als feststand, dass alles in Ordnung war.

Der Schaden in dem Gebäude wird auf mindestens 20.000 EUR geschätzt.

Gegen den Inhaber der Videothek wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachtes der fahrlässigen Brandstiftung eingeleitet.

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