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Straßen bringen Geld ein

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230 Meter mehr Straße bringen am Westring in Eglharting für die Gemeinde mehr Staatszuschuss. Foto: sro

Kirchseeon - Kleinvieh macht auch Mist! Nach diesem Motto ist jetzt der Kirchseeoner Gemeinderat verfahren. Er hat Straßen- beziehungsweise Wegstücke gewidmet, die noch nicht offiziell für den öffentlichen Verkehr freigegeben waren. Das bringt immerhin ein paar hundert Euro jährlich

Mehr Geld konnte Bürgermeister Udo Ockel (CSU) für den Vorgang nicht versprechen. Es ging ja auch nicht in erster Linie darum, zusätzliche Einnahmen über den Staatszuschuss zu generieren, den es pro Straßenkilometer gibt. Denn eigentlich handelt es sich um einen reinen Verwaltungsakt, wenn das Straßenverzeichnis beziehungsweise die Widmungen, die die Teilstücke der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, auf Vordermann gebracht wird.

Und daran hat man sich jetzt im Kirchseeoner Rathaus wieder gemacht. Ein erstes Bündel wurde den Gemeinderäten präsentiert. Ein weiteres soll folgen. Kirchseeon wird also nicht größer, sehr wohl aber sein offizielles Straßen- und Wegenetz.

Vor 48 Jahren wurde der Ostring gewidmet. Damals war er noch eine Sackgasse. Mittlerweile ist der Ostring um 240 Meter länger geworden. Beim Westring war etwas mehr aus dem Staatszuschusssäckel zu holen: 1991 gewidmet, ist er inzwischen um immerhin 230 Meter länger. Die Pöringer Straße verzeichnet ein Plus um 674 Meter. Dafür aber ist die Osterseeoner Straße ein weiterer „Volltreffer“: Aus 130 Metern sind 985 Meter geworden. Bescheiden dagegen die Straße von Osterseeon nach Reitgesing, deren Mittelstück nun auch gewidmet wurde. Das misst 240 Meter, sodass die ganze Straße nun 1,16 Kilometer lang ist.

Ein Minus bringt aber der Grenzweg bei Pötting. Seitdem in den Achtziger Jahren von der Deutschen Bundesbahn die dortige Brücke ohne Ankündigung in einer Nacht und Nebelaktion weggesprengt worden ist, hat er seine Funktion verloren. Im Straßenkataster hatte der „Zubringer“ bis jetzt überlebt.

Von Eberhard Rienth

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