Claus-Peter Olk, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt.

Straßenbauamt: Agenda-Vorschlag kommt zu spät

Ebersberg - Der von der Ebersberger Agenda-Arbeitsgruppe „Verkehr“ ins Gespräch gebrachte Tunnel im Osten der Kreisstadt zwischen Westerndorf und Haselbach wird für den nächsten Staatsstraßen-Ausbauplan keine Rolle spielen.

Diese Meinung vertrat am Montag Claus-Peter Olk, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt Rosenheim, auf Anfrage der Ebersberger Zeitung.

Die Agenda-Gruppe „Verkehr“ hatte angekündigt, die Stadt mittels Bürgerentscheid zwingen zu wollen, den Tunnel dem Bauamt zur Prüfung vorzulegen. Hintergrund: Der Ebersberger Stadtrat hatte Ende November alle in einer Machbarkeitsstudie untersuchten Umfahrungsvarianten Ebersbergs in Nord-Süd-Richtung mit großer Mehrheit abgelehnt und sich stattdessen für ein Gesamtverkehrskonzept ausgesprochen.

Olk sagte, sein Haus werde bis Ende des Jahres die Projekte für den nächsten Ausbauplan melden. Für Ebersberg werde dies – nach der Ablehnung des Stadtrats – eine „Amtstrasse“ sein. In der Machbarkeitsstudie hatte das Straßenbauamt einen Streckenverlauf vorgeschlagen, der von Langwied kommend zwischen Reith und Gmaind das Gehölz „Reither Gasserl“ durchschneidet und am Gewerbepark Nordost auf den bestehenden Kreisel trifft. Dieser Vorschlag werde zusammen mit dem Veto des Stadtrats der Obersten Baubehörde gemeldet, die Politik werde bis Ende 2010 den Ausbauplan beschließen, so Olk. Das Bewertungsverfahren laufe schon ab Januar. „Wir können da nicht einfach Projekte austauschen“, so der Straßenbauer mit Blick auf einen möglichen Bürgerentscheid. Ebersberg sei nur eines von 2000 bayerischen Projekten.

Die Agenda bezeichnet die von Karl Huchler entworfene Tunnelvariante als die verträglichste für Mensch und Natur. Sie belaste die Ortsteile Westerndorf, Mailing und Haselbach nicht.

Von Michael Acker

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