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Straußdorf - ein beschaulicher Gemeindeteil von Grafing. Die Bewohner fürchten, dass der Durchgangsverkehr weiter zunehmen wird.

Nach Fertigestellung der Grafinger Ostumfahrung

Straußdorfer fürchten Verkehrslawine

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Straußdorf - Die Ostumfahrung von Grafing macht Baufortschritte. Gleichzeitig sind die Straußdorfer in wachsender Sorge um die Verkehrsbelastung, die damit auf sie zukommt. Fachleute gehen davon aus, dass der Durchgangsverkehr weiter erheblich zunehmen wird.

Die Dorferneuerer um den Straußdorfer Florian Wieser haben deswegen Vorschläge erarbeitet. Sie haben dem Thema Straßenverkehr oberste Priorität eingeräumt. Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) freut sich, dass in der Gruppe ein „Denken ohne Denkverbot“ stattfindet. Was dabei rauskommt, muss sich trotzdem an den Realitäten messen lassen. Und da wird es manchmal schwierig.

Obermayr berichtet zum Beispiel davon, dass die simple Anbringung einer Lampe, die Straußdorfs gefährliche Engstelle an der Kirche nachts hätte beleuchten sollen, am Veto des Denkmalschutzamtes gescheitert ist.

Die Straße durch Straußdorf ist eine Staatsstraße, Entscheidungsbehörde ist das Straßenbauamt Rosenheim. Und alle Vorschläge, die die Dorferneuerer gemacht haben, um den Verkehr innerorts zu entschärfen, müssen hier genehmigt werden.

Gesprächsbereitschaft ist offensichtlich vorhanden, was die zukünftige Bebauung des Geländes in der Ortsmitte betrifft, auf dem der Feicht-Obermoar-Hof stand. Momentan klafft hier eine große Baulücke. Obermayr berichtet davon, dass zusammen mit der Straußdorfer Bürgerinitiative Anstrengungen unternommen werden, hier eine ortsplanerische Chance zu nutzen. „Es soll eine Planung aufgestellt werden, die für das Ortsbild gut ist.“ Die Gespräche dazu mit dem Eigentümer laufen“, berichtet die Grafinger Bürgermeistern.

Die Dorferneuerer haben den Vorschlag gemacht, jeweils an den Ortseingängen von Straußdorf zwei Querungshilfen zu installieren. „Im Süden ist das wohl problemlos möglich, im Norden fehlt dazu immer noch ein Grundstück“, berichtet Obermayr.

Auch ein Vorschlag, die Engstelle an der Kirche durch die Beseitigung eines Gebäudes aufzuweiten, wirft Eigentumsfragen auf. Obermayr sagt nur soviel: „Da wohnt aber jemand drin.“

Ob sich der Vorschlag der Dorferneuerer, durch die Anpflanzung von Bäumen am jeweiligen Ortseingang so eine Art Torwirkung zu erzielen, verwirklichen lässt, muss auch vom Straßenbauamt Rosenheim beurteilt werden. Der für Ebersberg zuständige Matthias Kreuz spielt den Ball aber nach Grafing zurück: „Die Planungen für eine Dorferneuerung in Straußdorf“, so sagt er, „werden von der Stadt durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurden wir bislang nur um Stellungnahmen zu wenigen Details in Zusammenhang mit der Staatsstraße 2080 (u.a. Fahrbahnbelag, etc.) gebeten."

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