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Stromfresser an der Kette

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Weihnachtsbeleuchtung in Vaterstetten. Foto: jro
Weihnachtsbeleuchtung in Vaterstetten. Foto: jro

Landkreis - Weihnachtsbeleuchtung als Stromfresser - einige Gemeinden haben bereits auf die stromsparende LED-Variante umgerüstet, andere wollen das nicht.

Mit möglichem Einsparpotenzial bei der Weihnachtsbeleuchtung hat sich Landkreis-Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr in seiner erst dreimonatigen Amtszeit noch nicht beschäftigt. „Die Beleuchtung soll in der Weihnachtszeit ja die Kauflaune steigern. Dazu müssen die Lichterketten aber nicht die ganze Nacht durchbrennen“, sagt Gröbmayr. Da die weihnachtliche Beleuchtung jedoch jedes Jahr vier bis sechs Wochen hänge, sei die Investition in energiesparende Varianten „immer sinnvoll“.

Die Energiekosten für die üppige Weihnachtsbeleuchtung seiner Stadt beziffert Grafings Bürgermeister Rudolf Heiler auf rund 2500 Euro. Bis zum Dreikönigstag kämen durch die Lichterketten rund 4000 Kilowattstunden zusammen. „Die Beleuchtung dient auch zur Förderung des Einzelhandelsstandorts Grafing. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir auf sie verzichten können“, sagt Heiler. Die Beleuchtung gegen energiesparende LEDs auszutauschen sei „mit Sicherheit betriebswirtschaftlicher Nonsense“.

In Markt Schwaben hat es diese Umrüstung nach Auskunft von Bauhofleiter Bernhard Stiegler in den vergangenen drei Jahren bereits gegeben. Nahezu komplett hat die Marktgemeinde auf LED-Beleuchtung umgestellt. Pro Birne verbrauche man nun nur noch 0,7 statt zuvor 7 Watt. Gleiches gilt für Vaterstetten, wo seit 2010 die herkömmliche Beleuchtung den LEDs weichen musste. 90 Prozent Energieeinsparungen auch hier, lautet die Auskunft von Henriette Klemmer (Bauamt). Ob sich das Geschäft für die Gemeinde gelohnt hat, könne man aufgrund der vielen zu beachtenden Faktoren aber nicht sagen.

Der Großteil der Beleuchtung rund um den Marktplatz wird in Grafing gegen 22 Uhr abgeschaltet. Lediglich rund um die Parkplätze brennen die Lichterketten nach Auskunft der Stadt die ganze Nacht und werden mit der Straßenbeleuchtung morgens abgeschaltet. Ähnlich läuft es in Vaterstetten. Hier ist die Weihnachts- an die Straßenbeleuchtung gekoppelt und brennt durchgehend von 16.30 bis 8 Uhr. Die Markt Schwabener Lichter leuchten morgens von 6 bis 8 und abends von 16 bis 22 Uhr.

Von Johannes Markmann

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