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Vom Sturm gefällt: Der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in Kirchseeon musste von der Feuerwehr beseitigt werden.

Sturm fällt Christbaum in Kirchseeon

Kirchseeon - Orkantief Joachim sorgte in der Nacht auf Samstag ordentlich für Wirbel im Landkreis Ebersberg. Die Feuerwehren rückten insgesamt zu 70 Einsätzen aus, berichtete Kreisbrandrat Gerhard Bullinger. Auch der Christbaum in Kirchseeon fielt Sturm Joachim zum Opfer.

Schade: In Kirchseeon hielt der Christbaum dem Winddruck nicht stand und brach ab. Die Feuerwehr musste den Baum sichern und dafür sorgen, dass durch die Stromversorgung niemand gefährdet wird. Auch zwischen Pliening und Landsham ging es um einen gefährlichen Einsatz: Dort hatte der Sturm einen Strommasten geknickt. Die Einsatzkräfte sorgten schnell für Sicherheit.

Sturm fällt Weihnachtsbaum in Kirchseeon

„Nahezu alle Landkreisfeuerwehren waren im Einsatz“, bilanzierte Bullinger am Sonntagvormittag auf Anfrage der Ebersberger Zeitung. Es seien die ganze Nacht über schwere Sturmböen registriert worden, die anschließend immer wieder mehrere Einsätze notwendig gemacht hätten.

In Pliening mussten die Feuerwehren zu einem Haus ausrücken, an dem der Sturm das Dach teilweise abgedeckt hatte.

Auch in Eglharting bei der Firma Hörmann war ein ähnlicher Einsatz notwendig. Hilfe müsse dabei sehr schnell erfolgen, berichtet Bullinger, weil sonst die Gefahr bestehe, dass der Orkan über die offenen Stellen das ganze Dach wegfege.

In etwa 50 Fällen mussten die Einsatzkräfte über die Straße gefallene Bäume entfernen, die der Sturm geknickt hatte.

In Ebersberg flogen bei der Baustelle des Landratsamtes Ebersberg die schlecht gesicherten Bauzäune auf die Straße und mussten wieder aufgestellt werden, weil der Verkehr in der Eichthalstraße unterbrochen war, bzw. über die dortigen parkplätze führte.

Auch auf der Baustelle neben dem Jugendzentrum in Ebersberg musste die Feuerwehr eingreifen, nachdem sich Wandverkleidungen und Dachabdeckungen gelöst hatten, wie Bullinger erläuterte.

Zu den Sturmopfern gehörte übrigens auch die Feuerwehr selbst. Sie hatte am Freitagabend eine Veranstaltung mit ihren Jugendlichen geplant, bei der das Friedenslicht aus Bethlehem verteilt werden sollte. „Das war uns zu gefährlich“, berichtete Bullinger. Außerdem wurden bei den Einsätzen später alle Kräfte gebraucht.

Von Michael Seeholzer

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