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Mit ein paar Blessuren überlebt: Der Gockel auf dem Kirchseeoner Maibaum.

Maibaum fällt!

Sturz aus großer Höhe: Gockel "überlebt"

Kirchseeon - Es war ein Sturz aus großer Höhe. Der Baum schlug hart auf und mit ihm der Gockel an seiner Spitze. Doch der Wetterhahn hat mit kleinen Blessuren überlebt und wird wohl wieder den nächsten Kirchseeoner Maibaum schmücken.

Es war fast ein kleines Bürgerfest. Der weißblaue Himmel und die Sonne lockten am vergangenen Samstag viele Gäste an. Die aufgestellten Bierbänke am Markt waren schnell besetzt. Während sich die Besucher an Bier und Brotzeiten labten, wurde am Baum gearbeitet.

Mit Hilfe einer Hebebühne wurden die Zunftschilder des Stammes abgebaut. Dazu hatten sich die Kirchseeoner Hilfe aus Buch geholt, nämlich von Zimmerer Peter Schöpperle, der auch Feuerwehrler ist und mit anstrengenden Einsätzen Erfahrung hat. Die Schilder werden nun gereinigt und für den neuen Baum vorbereitet.

Im kommenden Jahr wird es dann laut Gerda Rothhaupt, Vorsitzende des Vereinskartells, zusätzliche Schilder geben, nämlich für die katholische und die evangelische Kirche sowie für die Teakwondo-Sportler. Doch zunächst musste der im Jahr 2010 aufgestellt Baum umgelegt werden.

 Mit dabei als Experte Markus Mazurek. Er hatte den Stamm vor rund fünf Jahren spendiert. Inzwischen ist er Lehrling bei Geometer Kurbi Kreißer, wenn die Maibäume des Landkreises im Wettbewerb der Ebersberger Zeitung vermessen werden.

 Der fast 34 Meter hohe Baum sollte auf 130 ausgelegte Reifen fallen. Zunächst war geplant, die Spitze des Stamms um etwa sechs Meter zu kürzen und damit auch den Wetterhahn zu sichern. Aber dies erwies sich dann doch als zu gefährlich. Also wurde das Gelände weiträumig abgesperrt, die Schrauben an der Verankerung wurden gelöst und der Baum fiel um.

Beim Aufprall zerbrach er in drei Teile.

Maibaum fällt in Kirchseeon: Bilder

Fotos: Maibaum fällt in Kirchseeon

Der Wetterhahn war jedoch nur ein bisschen verbogen. Josef Götz, Vorsitzender der Kirchseeoner Trachtler, überprüfte gleich den Schaden. Der neue Baum, der im Mai 2015 aufgestellt wird, soll zwischen Weihnachten und Neujahr gefällt werden. Spender ist Jürgen Weidlich, der sein Büro in unmittelbarer Nähe des Maibaumstandortes hat. Aus dem Wald geholt wird der Stamm im März und im Maibaumstüberl an der Bahnbrücke für das Aufstellen vorbereitet.

Robert Langer

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