Die Südumfahrungsgegner bei der Demonstration in München. Foto: kn

Südumfahrung: Kirchseeoner Bürger demonstrieren in München

Kirchseeon - Der Verein zum „Schutz des Kirchseeoner Südens“ hat in München am Isartor eine Demonstration auf die Beine gestellt. Die Initiatoren wollten damit der Staatsregierung „klarmachen, dass wir die absurde Südumfahrung Kirchseeons nicht akzeptieren wollen, da es sinnvollere und bessere Lösungen gibt - zumal Kirchseeon bereits auf Bayerns größtem Altlastenfall sitzt!"

Die Trasse mit dem größten Flächenverbrauch, der Verlauf durch Trinkwasserschutzgebiete, Zerstörung unseres Waldes und Naherholungsgebietes sowie der geringsten Verkehrsentlastung könne es nicht sein, argumentieren die Gegner.

„Unsere Demo war ein großer Erfolg, es waren etwa 120 Personen und acht Traktoren dabei“, berichtete am Sonntag Brigitte Sickinger. „Wir hoffen, damit für die Südtrasse Kirchseeons in Berlin das entsprechende Zeichen gesetzt zu haben!“

Die Südumfahrung sei bereits 1984 im Raumordnungsverfahren aus ökologischen Gründen entschieden abgelehnt worden. „Die weiträumige Südumfahrung würde über 45 Hektar Land verbrauchen, auch wertvolle Ackerflächen unserer Bio-Bauern wären betroffen - dieser enorme Flächenverbrauch ist mit unseren derzeitigen Ressourcen nicht mehr vertretbar“, argumentieren die Gegner und fordern einen Tunnel unter der B 304. „Diese Variante durchschneidet kein Trinkwasserschutzgebiet und hat mit Abstand den geringsten Flächenverbrauch aller Varianten. Die Variante wäre die sozial Gerechteste.“ Auch eine untertunnelte Forsttrasse gehöre zu den Optionen, so Vorstand Andreas Scherer. „Mehrere Planer haben bereits Trassen durch den Ebersberger Forst ausgearbeitet, die zum Schutz des Waldes teilweise überdeckelt geplant wurden. Diese Varianten erzeugen keine neuen Betroffenen, sind gut kalkulierbar, da beinahe durchwegs fester und kiesiger Untergrund vorliegt und finden die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung.“ mps

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