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Supernoten für Gertrud-Breyer-Haus

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„Natürlich sind wir sehr stolz auf dieses Ergebnis.“: Lydia Wörlein, Leiterin des AWO-Seniorenzentrums in Kirchseeon. sro

Kirchseeon - Nicht nur Schüler, sondern auch Pflegeeinrichtungen bekommen ein Jahreszeugnis. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) führt jährlich Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen durch. Das Kirchseeoner AWO-Seniorenzentrum erhielt jetzt eine glatte Eins.

„Natürlich sind wir sehr stolz auf dieses Ergebnis“, freut sich Lydia Wörlein, die die Pflegeeinrichtung am Dachsberg seit vielen Jahren leitet. „Es zeigt, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und sehr fleißig waren.“ Und in der offiziellen Stellungnahme der Einrichtung gegenüber dem MDK heißt es: „Dies ist nicht zuletzt der Unterstützung unserer professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu verdanken. Sie leisten für unsere Bewohnerinnen und Bewohner einen unschätzbaren Beitrag zur Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben in der Gemeinschaft.“

Im ersten Qualitätsbereich der Prüfung wurden Bewohner vom MDK, auch „Pflege-TÜV“ genannt, hinsichtlich ihrer Pflege und medizinischen Versorgung befragt. So gaben sie unter anderem Auskunft über ihre Medikamentenversorgung oder Präventionsmaßnahmen gegen Unfälle.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Prüfungsbereich sei auch die Pflegedokumentation, ergänzt Wörlein. Auf diese lege man im Gertrud-Breyer-Haus besonders viel Wert. Es sei außerordentlich wichtig, dass diese stets vollständig und aktuell sei, damit sich Pfleger und Ärzte im Notfall schnell über die Bedürfnisse der Patienten informieren könnten und Bezüge und Schlussfolgerungen gezogen werden könnten.

Ein weitere Schwerpunkt liege in der Ausbildung von Pflegekräften im eigenen Hause. „In diesem Jahr konnten zwei Auszubildende nach ihrer Abschlussprüfung übernommen werden“, so Wörlein. Auch heuer und im kommenden Jahr bestehe die Möglichkeit, drei Pflegekräfte auszubilden. Doch für dieses Jahr habe man erst eine einzige Pflegeschülerin gefunden.

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Im Themenbereich „Umgang mit demenzkranken Patienten“ wurde bei der Befragung nicht nur großen Wert auf das Verhalten des Pflegepersonals gegenüber den Bewohnern gelegt. Auch Orientierungshilfen, Zimmergestaltung und ähnliches flossen in die Bewertung ein. Dass die Kirchseeoner hier ebenfalls die Bestnote erreichten, führt Wörlein unter anderem auf die Unterbringung demenzkranker Heimbewohner in Doppelzimmern zurück. Diese Unterbringungsform könne für demenzkranke Personen sehr förderlich sein, weiß sie aus Erfahrung. (lan)

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