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Matthias L. wird am Bahnübergang an der Münchner Straße in Grafing von Polizisten durchsucht, nachdem er Schranken-Slalom gefahren war.

Tabletten abgesetzt: Mann fährt "Bahnschranken-Slalom"

Grafing - Und plötzlich war die S-Bahn da und Matthias L. (Name geändert) stand mit seinem Auto zwischen den geschlossenen Schranken am Bahnübergang an der Münchner Straße in Grafing. Die ganze Geschichte.

Weil er schnell nach Hause wollte, hatte sich Matthias L. am 28. April diesen Jahres mit seinem Pkw zwischen den herabgelassenen Schranken hindurchgeschlängelt (wir berichteten). Dann kam die S-Bahn und Matthias L. und die Insassen der Bahn entgingen nur knapp einer Katastrophe.

Wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr musste sich der 37-Jährige nun vor Gericht verantworten. Richterin Susanne Stubl hatte dabei zu klären, ob der Beschuldigte überhaupt fahrtauglich ist, denn: Matthias L. leidet an einer paranoiden Schizophrenie.

„Ich hatte vier Wochen vorher meine Medikamente abgesetzt“, schilderte der Grafinger vor Gericht. Dies sei in Übereinstimmung mit seinem behandelnden Arzt geschehen. Er habe dann schon gemerkt, dass es ihm nicht mehr so gut gehe und er „Unsinn rede“. „Mein Chef hat mich an dem Tag nachhause geschickt und gesagt, ich soll zum Psychologen gehen.“ Als er an den Übergang kam, habe er gesehen, dass die Schranken unten waren. „Ich bin trotzdem rübergefahren. Ich weiß, dass das falsch war.“ Eine Erklärung für sein Verhalten hatte er nicht. Es sei ihm gelungen, sein Auto nach rechts zu steuern. „Es hat aber nicht ganz gereicht, die S-Bahn hat mich gestreift“, erklärte Matthias L.

Wie er weiter berichtete, nehme er seit vier Jahren die Medikamente und habe diese schon einmal reduziert. Komplett abgesetzt habe er sie jedoch zum ersten Mal.

Eine Gutachterin bestätigte in der Verhandlung die psychische Erkrankung des Grafingers. Sie zeigte sich davon überzeugt, dass Matthias L. die Medikamente ohne ärztliche Rücksprache komplett abgesetzt hatte. „Wie wirken sich die Medikamente auf die Fahrtüchtigkeit aus?“, wollte die Richterin wissen. „Das kommt auf den einzelnen Patienten an“, erklärte die Gutachterin. „Es gibt viele, die mit dem Auto fahren können.“ Bei Matthias L. sei vor sechs Jahren ein Fahrtauglichkeitstest in Gabersee durchgeführt worden. Dieser sei gut verlaufen. „Wir haben jetzt mit ihm aber keinen gemacht, weil er keinen Führerschein hatte.“

Nach einem Rechtsgespräch einigten sich die Prozessbeteiligten darauf, zunächst noch ein Fahrtauglichkeitsgutachten in Gabersee einzuholen. Das Verfahren wurde ausgesetzt.

Von Tanja Beetz

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