Auto an Auto und viele Lkw – ein gewohntes Bild für die Anwohner der Eberhardstraße in Ebersberg. Foto: SRO

Tempo 30 im Gespräch

Ebersberg - Die vielbefahrene Eberhardstraße in Ebersberg wird unter die Lupe genommen. Eine Verkehrszählung soll stattfinden.

Es war bei der Sendung im Mai eher ein Thema am Rande, doch die Sendung „Jetzt red I“ scheint Bewegung in die Sache Verkehrslärm an der Ortsdurchfahrt Ebersberg zu bringen. In dem Format für den Bayerischen Rundfunk waren Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Umweltministerin Ulrike Scharf und Sozialministerin Emilia Müller zu Gast in Ebersberg gewesen und hatten sich den Anliegen der Bürger gestellt.

Einige Wochen später hatte nun Herrmann Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) und seinen Parteikollegen Alois Lachner nach München zum Gespräch eingeladen. „Heuer noch wird eine Verkehrszählung an der Eberhardstraße stattfinden“, berichtete Brilmayer im Stadtrat von seinem Besuch in der Landeshauptstadt.

Die Eberhardstraße liegt als Staatsstraße im Zuständigkeitsbereich des Freistaats Bayern. Bei der Verkehrszählung werde auch untersucht, inwieweit der Lkw-Maut-Ausweichverkehr für Ebersberg eine Rolle spielt. „Ob er bemerkenswert ist oder nicht - diese Zahl ist für uns sicher interessant“, sagte der Rathauschef und fügte hinzu: „Ich sag jetzt mal nichts dazu, wenn bald eh verlässliche Zahlen vorliegen.“

Zudem solle, so zitierte Brilmayer Innenminister Herrmann, bei der nächsten Verkehrsschau darüber beraten werden, ob ein strengeres Tempolimit auf der Eberhardstraße möglich wäre. Eventuell könnte man nämlich auf der Strecke zwischen Marienplatz bis zum Klostersee Tempo 30 einführen, sagte Brilmayer.

Und noch eine Idee hatte Herrmann zum Thema Straßenlärm in Ebersberg offenbar. „Es wird geprüft, ob man einen lärmmindernden Straßenbelag aufbringen kann“, erzählte Brilmayer. Schließlich sei der momentane Straßenbelag in keinem guten Zustand mehr und weise viele Rillen auf. Von dem „Gerappel am frühen Morgen“, wenn ein Lastwagen über die Eberhardstraße holpert, konnte Josef Riedl (CSU) als Anwohner ein Lied singen.

„Insgesamt ganz erfreulich“ bewertete Brilmayer diese Reaktion des Innenministeriums auf „Jetzt red I“ in Ebersberg. Allerdings kam aus den Reihen der Stadträte sogleich der Einwurf, dass dergleichen Maßnahmen längst nicht nur an der Eberhardstraße, sondern beispielsweise dringend auch an der Münchener Straße nötig wären.

Uta Künkler

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