Von Teufelsgeigerinnen und Zwergerl-Cellisten

Vaterstetten - 81 junge Musiker hatten sich in diesem Jahr zum 28. Jugend-Musikwettbewerb des Landkreises Ebersberg angemeldet und viele von ihnen schnitten wie erwartet erfolgreich ab.

Im Gymnasium Vaterstetten herrschte reges Treiben, denn dort fand in verschiedenen Räumen das Vorspiel mit Violine, Violoncello, Akkordeon, Posaune, Trompete, Waldhorn und Tuba statt.

Das musikalische Niveau war sehr hoch. Das zeigen die vielen ersten Preise, die vor allem bei den Streichern vergeben wurden. Die meisten Anmeldungen (22) gab es für das Fach Violine, für das Fach Tuba dagegen nur eine. Aufgeregte Musiklehrer, noch aufgeregtere Eltern und (meist) ganz gelassene kleine und größere Künstler wimmelten durch die Vorspielräume.

Die beiden jüngsten Teilnehmer waren Anna Sophia Geuenich (Violine) und Marie Heuer (Violoncello) mit gerade einmal fünf Jahren. Es ist immer wieder eine Freude, diese Zwergerl beim Musizieren zu sehen, die Ernsthaftigkeit und Konzentration, aber auch die Begeisterung, mit der sie ihr Instrument spielen.

Manche Familiennamen finden sich mehr als einmal in der Liste. Da könnte man meinen, Musizieren ist ansteckend. Den absoluten Rekord schlägt die Familie Heuer aus Grafing, denn alle fünf Kinder waren beim Wettbewerb vertreten und nicht nur das, alle belegten einen ersten Platz. Selbst die kleine Marie, mit ihrem winzigen Cello zeigte ein taktsicheres Spiel und einen kraftvollen Bogenstrich. Bruder Philipp (13) ließ ausgereiftes Cellospiel hören und Kathrin (14) entpuppte sich, beim 1. Satz aus Bachs Violinkonzert, als wahre "Teufelsgeigerin".

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