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Ukraine-Flüchtlinge im Landkreis Ebersberg: Das Netz hält

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Von: Josef Ametsbichler

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Wie die Betreuung ukrainischer Kinder aussehen könnte , wird gerade im Sozialministerium überlegt. picture-Allilance
Wie die Betreuung ukrainischer Kinder aussehen könnte , wird gerade im Sozialministerium überlegt. picture-Allilance © Daniel Karmann

Über 90 Prozent der Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine in den Landkreis Ebersberg geflohen sind, sind privat untergebracht. Diese Zahl nannte das Landratsamt.

Landkreis – 1706 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind derzeit im Landkreis Ebersberg untergebracht, so der Stand nach Ostern aus dem Landratsamt. Die Ankunft weiterer Busse, die behördlich dem Landkreis zugewiesene Menschen bringen, erwarte man nicht vor Anfang kommender Woche. Entsprechend steht die Turnhalle in Kirchseeon, Erstaufnahmeeinrichtung und „Drehscheibe“, seit Ostern leer. Das berichtete Landrat Robert Niedergesäß (CSU) am Dienstag, 19. April.

Landkreis stehen rund 250 Erstaufnahmeplätze zur Verfügung

Über 90 Prozent der Menschen seien privat untergekommen. Außerdem stünden dem Landkreis über die 100 Erstaufnahmeplätze in Kirchseeon hinaus noch rund 150 Schlafplätze in der Containerunterkunft in Zorneding zur Verfügung, die derzeit mit 85 Menschen belegt sei. Weitere 74 seien in vom Kreis angemieteten Objekten untergebracht, auch hier gebe es noch Kapazitäten. „Wir haben überhaupt keine Sorge, dass wir weitere Turnhallen belegen müssen“, so Brigitte Keller, Leiterin des Ukraine-Krisenstabs.

Im Vergleich zu anderen Landkreisen seien in Ebersberg überdurchschnittlich viele Geflüchtete angekommen, so der Landrat.Wohl deshalb fielen die amtlichen Zuweisungen sparsam aus.

Aktives Netzwerk an Helferkreisen

Mittlerweile seien da die Vorabinformationen zuverlässiger geworden, so Marion Wolinski, zuständige Sachgebietsleiterin im Landratsamt. Aber immer noch gelte: „Wir wissen erst, wenn die Bustür aufgeht, wer drin ist.“ Die Ersterfassung und Unterbringung klappe dank enger Zusammenarbeit mit Polizei und Kommunen sehr gut. Ein aktives Netzwerk an Helferkreisen und Dolmetschern sorge für ein gutes Unterstützungsangebot.

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