Umfahrung: Straßenbauamt dämpft Kirchseeoner Hoffnung

Kirchseeon - Noch vor Silvester bekommt Kirchseeon Post vom Straßenbauamt Rosenheim in Sachen Umfahrungsstraße. Allzu große Erwartungen aber hat Behördenchef Claus-Peter Olk am Donnerstag gegenüber der EZ gedämpft.

Demnach können sich die Gemeinderäte und die Mitglieder des überparteilichen Arbeitskreises B 304 nicht auf eine klare Antwort zu einem Ja oder Nein zur Südvariante oder Nordtrasse einstellen. „Wir bewerten lediglich die beiden Varianten mit ihren in Teilabschnitten vorgenommenen Modifizierungen“, stellte Olk auf Anfrage klar. Seine Mitarbeiter lägen bei ihren Arbeiten in den letzten Zügen, sagte der Behördenchef, der betonte: „Zugesagte Termine halten wir in der Regel ein.“ Und vor knapp einem Jahr hatte das Jahresende als „Liefertermin“ in Aussicht gestellt. Noch vor Weihnachten bekomme er die Unterlagen auf seinen Schreibtisch, erklärte Olk. Damit wird der Schwarze Peter wieder zurück an den Gemeinderat gereicht, weil das Straßenbauamt keine der beiden Umgehungsvarianten favorisieren will.

„Das können wir zum derzeitigen Zeitpunkt auch noch gar nicht, auch wenn wir wollten“, sagte Olk. Wegen der Einstufung des Kirchseeoner Vorhabens nur im weiteren Bedarf der Dringlichkeitsrangfolge sei es dem Amt verwehrt gewesen, diese Arbeiten einem Fachbüro außerhalb. Rosenheim dürfe dafür keine Mittel bereitstellen. Präsentieren wird das Amt laut Olk eine Minus-Plus-Liste der beiden Varianten.

Eine Favorisierung hatte sich der Gemeinderat 2010 erhofft, als er um den jetzt bald abgeschlossenen Abgleich der Vor- und Nachteile bat. Und schon gar nicht gebe es aus Rosenheim eine sogenannte Amtstrasse, erklärte Olk. Dass die Fachbehörde mit einer eigenen Linienführung aufwarte, sei allenfalls erst denkbar, sollte das Projekt in einem neuen Bundesstraßenbedarfsplan in den sogenannten vordringlichen Bedarf rücken. Dieser Plan wird frühestens 2015 fortgeschrieben.

Von Eberhard Rienth

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