Verleihung der Ebersberger Arche (v. l.): Sebastian Obermair, Johann Obenberger und Sponsor Max Josef Schlederer. Fotos: Jürgen Rossmann

Umweltpreis als Zwilling

Grafing - Die Hubertusfeier der Ebersberger Kreisgruppe im Bayerischen Landesjagdverband überraschte die Besucher in der Grafinger Stadthalle mit einem Novum: Erstmals wurde der Umweltpreis „Ebersberger Arche“ zweimal verliehen. Die Auszeichnung wurde Johann Oberberger, dem langjährigen Jagdsachbearbeiter bei der Polizei Ebersberg, und dem Landwirt Sebastian Obermair aus Forstinning zuteil.

Beide Männer hätten sich, so der neue Kreisvorsitzende Martin Otter, um die Jagd verdient gemacht, obwohl sie selbst keine Jäger sind. Oberberger war 22 Jahre lang Jagdsachbearbeiter und ist bekannt für seine Geduld im Umgang mit uneinsichtigen Hundebesitzern, die er immer wieder ermahnte, ihre Tiere im Wald an die Leine zu nehmen. Obermair hingegen ist Landwirt und stellte Flächen für Anpflanzung von Wildäckern zur Verfügung – der Klassiker für die Begründung der Verleihung des Umweltpreises, der Ebersberger Jäger.

Die Auszeichung wurde vor vielen Jahren von Editha Schlederer ins Leben gerufen und wird inzwischen von deren Sohn Max Josef Schlederer, dem Besitzer des Grafinger Wildbräu gesponsert und weitergeführt. Bei der Verleihung der Auszeichnung an Obermair meinte Otter: „Er macht kein besonderes Aufhebens von seinem Engagement, deshalb machen wir eins.“ Auch Pfarrer Josef Graml aus Ebersberg erhielt ein Geschenk für die Hubertusmesse, die er zuvor in der Ebersberger St. Sebastianikirche abgehalten hatte. „Ich weiß, es ist Tradition, dass man dafür ein Rehfleisch bekommt, gell!“, sagte der so Geehrte und spähte noch auf der Bühne in den Geschenkkorb.

Otter ging in seinem Grußwort an die Besucher in der Stadthalle darauf ein, dass die Jagd entscheidend davon lebe, das richtige Maß zu finden – „bei der Ausbildung der Jäger und bei der Jagd selbst, bei der Fütterung, bei der Unterschutzstellung, bei der Landnutzung und bei der Pachtpreisgestaltung.“

Michael Röttinger aus Oberpframmern hat offensichtlich ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Er war heuer beim Kipphasenschießen der Jäger mit dem besten Ergebnis und erhielt dafür eine Erinnerungsscheibe, die ebenfalls erstmals verliehen wurde. „Regelmäßige Schießveranstaltungen dienen dazu, dass die Jäger die richtigen Fähigkeiten haben“, begründete Martin Otter die Auszeichnung.

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