Unbenötigte Weihnachtsgeschenke wurden in Poing für den guten Zweck versteigert. Foto: dul

Ungeliebte Geschenke unterm Hammer

Poing - Rund 60 Gäste kamen am Samstag zur ganz besonderen Schnäppchenjagd in die Hauptschulaula. Dort hatte ein Helferteam unter der Regie von Christine Bloch auf der Bühne 110 Artikel aufgebaut, die bei einer Versteigerungsaktion zugunsten der Einrichtung „Poinger helfen Poingern“ unter den Hammer kamen.

In Abwesenheit des Schirmherrn Albert Hingerl konnte Gemeinderat Michael Frank als Auktionator gewonnen werden. „Es geht heute nicht um die Poinger Tafel“, klärte Christine Bloch auf. Aber auch bei „Poinger helfen Poingern“ gehe es um Mitbürger, die Hilfe bräuchten. Um Schulkinder, die ihre Hefte nicht bezahlen können, um Familien die dringend Möbel benötigten oder um Alleinerziehende, die in finanziellen Schwierigkeiten steckten. „Oft sind es nur kleine Summen, die aber dazu beitragen, dass Familien und Kinder wegen ihrer finanzieller Probleme nicht ausgegrenzt werden“, sagte Bloch.

Neben 110 ausgesuchten Artikeln, die zum Ersteigern bereitgelegt waren, gab es rund 50 Artikel, die gegen eine Spende von mindestens einem Euro sofort mitgenommen werden durften. Im Mittelpunkt des Interesses aber stand die Auktion. „Das ist eine Personenwaage, die Sie nicht belügt“, verkündete der Auktionator, „mit integrierter Fettindexmessung“. Ob das technisch hochwertige Gerät tatsächlich beim Abnehmen hilft, ist mehr als fraglich, dennoch spülte es 26 Euro in die Kasse. Es sollte das teuerste Produkt der Versteigerung bleiben. Und was gab es noch? Ein Leitzordner, als Schnapsbar getarnt, für zwölf Euro, ein kleines „wieherndes“ Pferd für 15 Euro, eine Kühlbox für 15 Euro, ein Adventskalender aus Holz für zehn Euro, ein Weltatlas für 15 Euro. Trinkgläser, Kaffeehaferl, ein Folienschweißgerät, Uhren und Schmuck, Dekorationsartikel, Geschirrtücher und ein Schminkset. Während eine Krawattenausziehschiene eine Käuferin fand, blieben das Strickbuch und ein Bastelbuch ebenso ohne Gebot wie ein Tassenset mit Katzenmotiven.

Gut zwei Stunden lang wurde gefeilscht und geboten. Mancher nützliche Gegenstand ging billiger weg als erhofft, auch die weiße Kaffeemaschine fand keinen Abnehmer. Christine Bloch und ihre Helfer waren dennoch zufrieden. „Wir haben heute 493 Euro eingenommen“, stellte sie nach dem Kassensturz fest.

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