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Eröffnung im September: Die ersten zwei Jahre dient die neue Grundschule im Zauberwinkel als Ausweichquartier für 13 Klassen der Karl-Sittler-Straße (Poing-Süd). Die rund 300 Schüler werden mit Bussen hin- und zurückgefahre n. Die Gemeinde hat hierfür ein Konzept ausgearbeitet.

neue grundschule im zauberwinkel 

Unterricht erst ab 8.15 Uhr

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Weil ab September die Kinder der Grundschule Karl-Sittler-Straße für zwei Jahre täglich in den Zauberwinkel transportiert werden müssen, beginnt dort der Unterricht erst um 8.15 Uhr. Die Gemeinde plant in Poing-Süd zwei Abholsammelstellen und wird mehrere Busse einsetzen.

Poing – Der Abbruch und Neubau der Grundschule Karl-Sittler-Straße in Poing-Süd ist für die Gemeinde nicht nur eine große bauliche und finanzielle Maßnahme (die aktuelle Kostenschätzung liegt bei rund 21 Millionen Euro), sondern auch eine logistische Herausforderung. Während der zwei Jahre dauernden Bauzeit ab diesem September müssen alle 13 Klassen der Grundschule von Montag bis Freitag von Poing-Süd in den Zauberwinkel und wieder zurückgebracht werden. Dies soll mit vier bis fünf Bussen geschehen, die gleichzeitig eingesetzt werden.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend haben Bürgermeister Albert Hingerl und Hauptamtsleiter Jürgen Rappold erstmals öffentlich ein Konzept vorgestellt. Dieses basiert auf Abstimmungsterminen und -gesprächen der Verwaltung mit der Polizeiinspektion Poing, dem Ordnungsamt, dem Bauamt und dem Landratsamt Ebersberg, die in den vergangenen Wochen stattgefunden haben.

Neben dem Schulunterricht selbst wurden bei den bisherigen Planungen auch die Nachmittagsbetreuungen berücksichtigt sowie die vielen Baumaßnahmen, die in Poing laufen. Demzufolge wurden zwei Sammelhaltestellen und Routen für die Beförderung mit Bussen ausgearbeitet.

„Die Schüler der Grundschule Karl-Sittler-Straße werden in zwei Gebiete aufgeteilt“, verkündete Hauptamtsleiter Rappold in der Gemeinderatssitzung. In diesen sind jeweils eine Sammel-Busstation für etwa 150 Kinder vorgesehen. Die Trennlinie ist entlang des Endbachweges, der Rathaus- und der Waldstraße angedacht.

„Die Schüler östlich davon werden an einer Bushaltestelle Kampenwandstraße / Ecke Lindacher Straße abgeholt“, so Rappold. Um genügend Platz zu haben, werde die dortige Wertstoffsammelstelle vorübergehend aufgelöst und eine entsprechende Ersatzfläche gesucht.

Die Schüler westlich der Trennlinie werden am Verkehrsübungsplatz der Polizeiinspektion Poing aufgenommen. Der Bustransfer soll über die Hohenzollernstraße laufen, die für diesen Zeitraum als Einbahnstraße ausgewiesen wird.

Diese zweite Abholstelle stieß bei einigen Gemeinderatsmitgliedern auf Ablehnung. Ludwig Berger (CSU) befürchtet, dass es in der Hohenzollernstraße zu eng und gefährlich werden könnte. Bürgermeister Hingerl und Hauptamtsleiter Rappold verwiesen darauf, dass die jetzt vorgestellten Planungen noch nicht endgültig seien – gleichwohl habe man aber so gut wie keine Alternativen. Dennoch werde man prüfen, ob man etwas ändern könne bzw. müsse.

Auch für Mittag bzw. Nachmittag hat die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden einen Plan erarbeitet. Dieser sieht wie folgt aus: „Nach Schulschluss fahren die ausreichend zur Verfügung gestellten Busse ab der 4. bis zur 6. Unterrichtsstunde im Stundentakt über das Busrondell Gruber Straße und die Haltestelle Schulstraße 36, damit die Schüler sicher in die verschiedenen Horteinrichtungen bzw. nach Hause gelangen.

Die Busse fahren anschließend zum Haltepunkt Kampenwandstraße bzw. Hohenzollernstraße und nach Angelbrechting. Die Ganztagsschüler werden ab 16 Uhr ebenfalls zu den genannten Haltestellen gefahren. Die Schüler der Nachmittagsbetreuung werden je nach dem tatsächlichen Bedarf befördert.“

An den beiden Sammel-Abholstellen sowie in den ersten Wochen zusätzlich auch in den Schulbussen sollen eigene Schülerlotsen eingesetzt werden, um das Ein- und Aussteigen sowie den Transport so sicher wie möglich zu gestalten.

Laut Hingerl und Rappold sind die Schulleitungen und Elternbeiräte über diese Planungen bereits informiert worden, sie stimmten dem notwendigen späteren Unterrichtsbeginn zu. Die Anni-Pickert-Schule bleibt davon unberührt – auch die Schulbusse zur und von der Anni-Pickert-Schule sind nicht betroffen und fahren wie gehabt.

Wie berichtet, hat der Gemeinderat beschlossen, die komplette Grundschule Karl-Sittler-Straße während der zwei Jahre dauernden Bauzeit in die neue Schule am Bergfeld zu verlagern. Zudem werden acht Klassen des bereits neu gebildeten Sprengels Seewinkel/Zauberwinkel der neuen Grundschule ab September in Räume der neuen Kindertagesstätte um- bzw. einziehen. Auch für sie gilt, aus organisatorischen Gründen: Unterrichtsbeginn erst um 8.15 Uhr.

Zum Start des Schuljahres 2019/20 soll das neue Gebäude der Grundschule Karl-Sittler-Straße fertig sein. Ab dann läuft alles wieder in geregelten Bahnen.

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